Bamberg
Aus Wikivoyage
| Kurzdaten | |
| Bundesland: | Bayern |
|---|---|
| Fläche: | 54,88 km² |
| Höhe: | 230–386 m ü.NN |
| Einwohner: | 70.063 (2006) |
| Telefonvorwahl: | 0951 |
| Postleitzahl: | 96001–96052 |
| Kfz-Kennzeichen: | BA |
| Internet URL: | www.bamberg.de |
| Touristinformation: | http://www.bamberg.info/ |
| Zeitzone: | UTC+1 |
| Notrufnummer(n) | |
| Notruf: | 112 / 110 |
Bamberg ist eine Stadt in Oberfranken, Bayern. Der historische Stadtkern ist Weltkulturerbe der UNESCO.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Hintergrund
Bamberg wurde durch einen glücklichen Zufall im Zweiten Weltkrieg von amerikanischen Bombenangriffe weitgehend verschont.
[Bearbeiten] Anreise
[Bearbeiten] Flugzeug
Für Sportflieger gibt es in Bamberg einen eigenen kleinen Flugplatz. Der nächstgelegene internationale Flughafen ist Nürnberg (ca. 40 km entfernt).
[Bearbeiten] Bahn
Bamberg verfügt über einen Bahnhof, der auch eine Haltestation des ICE von München nach Berlin ist. Das gilt lediglich für wenige Verbindungen, im Normalfall muss mit dem Regio oder D-Zug nach Nürnberg oder Würzburg gefahren werden.
[Bearbeiten] Bus
[Bearbeiten] Auto
Bamberg liegt an den Autobahnen A 73 und A 70.
[Bearbeiten] Schiff
[Bearbeiten] Fahrrad
Bamberg lieg am Main-Radweg und ist Ausgangs- oder Endpunkt für den Aischtal-Radweg.
[Bearbeiten] Mobilität
Die Mobilität innerhalb Bambergs ist durch ein gut ausgebautes und günstiges Stadtbussystem gewährleistet. Da die Innenstadt zudem fast komplett aus Einbahnstraßen besteht, empfiehlt es sich absolut, sein Auto abzustellen, z.B. auf einem der beiden P&R-Parkplätze Heinrichsdamm oder Breitenau.
In der Innenstadt gibt es nur sehr wenige Parkplätze. Auch sind viele Straßen der Innenstadt nicht für große Fahrzeuge, insbesondere SUVs, geeignet.
Der von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärte historische Stadtkern Bambergs ist eine Sehenswürdigkeit für sich. Daher empfiehlt es sich, auf öffentliche Verkehrsmittel zu verzichten und die Strecken zwischen den Sehenswürdigkeiten zu Fuß zurückzulegen.
Im Sommer besteht zusätzlich die Möglichkeit die Stadt per Rikscha zu „erfahren“, was angesichts der Tatsache, dass Bamberg auf sieben Hügeln erbaut ist, verlockend ist. Weitere Informationen zu diesem Service erhalten Sie unter Funbike Bamberg.
Klein-Venedig bzw. den linken Regnitzarm kann man per Gondel stilecht erkunden.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Kirchen
[Bearbeiten] Bamberger Dom
Am Domplatz. Er ist das Wahrzeichen Bambergs. Er beherbergt den Bamberger Reiter, das steinerne Abbild eines unbekannten Mannes (vermutlich Stephan I. von Ungarn) auf seinem Pferd sowie das Grab Kaiser Heinrichs II. und seiner Frau Kunigunde. Auch das Grabmal Klemens II. befindet sich im Bamberger Dom. Die Geschichte des Doms: ...
Sehenswürdigkeiten im Dom sind:
- Der Ostchor, im Stil der späten Romanik (Rundbögen), geweiht dem heiligen Georg, mit dem Chorgestühl aus dem frühen 14.Jahrhundert;
- Die Ostkrypta (unter dem Ostchor), als dreischiffige Hallenkrypta;
- Zwei der Kapitelle und die Westwand stammen noch vom Heinrichsdom aus dem 12. Jahrhundert. In der Krypta befinden sich die Gräber des Bischofs Gunther von Bamberg und des Königs Konrad III. und ein Taufbrunnen;
- Bamberger Reiter, eines der bedeutendsten mittelalterlichen Kunstwerke des Abendlandes.
- Geschaffen um das Jahr 1230 als lebensgroßes Reiterstandbild aus 10 einzelnen Teilen in "Schilfsandstein" während der Phase der "jüngeren Bildhauerschule" (1225-1229) des Bamberger Doms durch einen unbekannten Meister. Neue Untersuchungen (Fugenmaterial) zeigen, dass die Figur seit ihrer Schaffung (noch vor der Kirchenweihe 1237) unverändert an dem ursprünglich für sie vorgesehenen Platz steht.
- Die moderne Wissenschaft deutet den Reiter als "Stephan von Ungarn". Als Indizien hierfür gelten die Königskrone (die Figur ist also kein Kaiser, wie z.B. der Bistumsgründer Heinrich II. oder Konstantin) und die exakte Blickrichtung in die Mitte des ehemaligen Heinrichdoms, die archäologisch belegte kaiserliche Grabstätte der heiligen Heinrich und Kunigunde, zu der die Figur einen Bezug gehabt haben muss. König Stephan I. von Ungarn (um 975 -1024) war mit Kaiser Heinrich verschwägert. Der König von Ungarn hatte außerdem dem Hausherrn des Bamberger Bistums (1203-1237), Ekbert von Andechs-Meran, nach dem durch den bayerischen Pfalzgrafen Otto VII. von Wittelsbach an König Phillip von Schwaben in der Alten Hofhaltung verübten Königsmord "politisches Asyl" in Ungarn gewährt, war daher in Bamberg äußerst beliebt und wurde bis ins 18. Jahrhundert im Bamberger Dom als Heiliger religiös verehrt.
- Die Figur war ursprünglich bemalt: ein weißes Pferd, möglicherweise ein Apfelschimmel und der Reiter in purpurenem Mantel waren königliche Attribute. Das Haar war, entgegen der Deutung der Nazis, nicht blond, sondern dunkel oder schwarz gefärbt. Die heutige farblose Version entstand während der Purifizierung durch Ludwig I. im 19. Jahrhundert.
- Weitere Infos zum Bamberger Reiter: Neueste Untersuchungen; Wikpedia
- Die Orgel ist seit 1976 der Ersatz für die altersschwache Vorgängerin, akustisch günstig in exponierter Lage hoch oben im "Schwalbennest" in der Nordwand des Langhauses.
- Die erste Domorgel wird für das Jahr 1415 angenommen. Ein erster schriftlicher Beleg im Jahre 1475 für "das grosse Werck im Stifft Bamberg" durch den Orgelmacher Conrad Rotenburger aus Nürnberg ist gesichert. Eine Erneuerung und Renovierung des gesamten Orgelprospekts fand dann 1609 dutch Frater Arnold Flander aus Mainz statt. Erneute Restaurationsphase war das Jahr 1689. 1868 wurde bei dem Bamberger Orgelbauer Josef Wiedemann eine neue Orgel in Auftrag gegeben, die aber schon fünf Jahre später wieder umgebaut werden musste und dann bis 1940 im Dom verblieb.
- Heute veranstaltet die Bamberger Dom-Musik wöchentliche Orgelkonzerte im Dom, in der Zeit von Anfang Mai bis Ende Oktober jeweils samstags von 12.00 bis 12.30 Uhr .
- Bischofsgrablege: neu eingerichtet in der wieder freigelegten Westkrypta nach einer Planung des Architekten Freiherr v. Branca.
[Bearbeiten] Kloster Michelsberg
Ehemalige Benediktinerabteikirche mit romanischem Grundriss, gotischem Aufbau und barocker Ausgestaltung, eines der Wahrzeichen Bambergs.
Vermutlich in das Jahr 1015, acht Jahre nach der Bistumsgründung, datiert sich die Neugründung und der Baubeginn der Benediktinerabtei auf dem Michaelsberg, einem Ausläufer des Steigerwalds in landschaftsbeherrschender Position noch über dem Domberg. Im Jahre 1117 erfolgt der Neubau der durch ein Erdbeben leicht beschädigten Vorgängeranlage der Abtei durch Bischof Otto den Heiligen, dessen Grab sich im Chor der Kirche befindet. Die Kircheneinweihung erfolgte im September 1121.
Wirtschaftliche Bedeutung hatte die Abtei bereits im 12. Jahrhundert als reichstes Kloster des Bistums mit Grundbesitz in 441 Ortschaften. Als die Hussiten 1430 auf Bamberg vorrückten, flüchteten Bürger, Adlige und Kirchenmänner aus Bamberg nach Forchheim. Die verbliebenen Handwerker, Bauern und Tagelöhner öffneten erst die Weinkeller und plünderten anschließend Bürgerhäuser, Klöster und Kirchengüter. Mit dem Vertrag von Zwernitz im Februar 1430 verhinderten der Bischof von Bamberg und der Rat der Stadt gegen die Zahlung von 12000 Gulden den Vormarsch der Hussiten auf Bamberg. Reformen führten zu neuer Blüte und weiterer Bautätigkeit. Im Jahre 1610 zerstörte ein verheerender Brand sämtliche Klosterdächer und das Kirchenlanghaus. Der Neubau erfolgte unmittelbar anschließend. Im durch Lazaro Agostino neu überwölbten Langhaus entstand die Gewölbemalerei des "Himmelsgarten". Im Jahre 1617 wurde die Kirche wieder eingeweiht.
Mit wiedergewonnener wirtschaftlicher Stärke konnte im Zeitraum von 1697 bis 1743 durch die Mitglieder der Familie Dientzenhofer eine kompletter Umbau der Kirche und der Klosteranlage im heutigen barocken Stil durchgeführt werden. Ab der Mitte des 18.Jahrhunderts erlebte das Kloster im Siebenjährigen Krieg einen erneuten Niedergang, der schließlich in der Säkularisation mit die Klosterauflösung im Jahre 1803 seinen Abschluss fand. Die Anlage beherbergt seitdem das Bürgerspital (Altenheim) der Stadt Bamberg.
Bedeutende Sehenswürdigkeiten im Kircheninneren sind:
- Der Himmelsgarten, die Gewölbebemalung des Kirchenlanghauses als Herbarium mit genau 578 verschiedenen Heil- und Zierpflanzen (Maler unbekannt);
- Die Kanzel aus dem Jahre 1751/ 1752 im Rokoko-Stil;
- Die sechs Pfeileraltäre am Ende des Langhauses;
- Die zehn Grabdenkmäler der Bamberger Fürstbischöfe an den Seiten des Langhauses;
- Das Chorgestühl von 1730 in einer aufwändigen Nussbaumschnitzerei;
- Das Ottograb aus dem 15. Jahrhundert, mit Durchschlupf für die Pilger;
- Die Heilig-Grab-Kapelle, auch Totentanzkapelle, mit dem plastisch gestalteten Grab Christi.
Im Weiteren umfasst die Klosteranlage die barocken Wirtschaftsgebäude um den Klosterhof, in der heute eine Gartenanlage, ein Café/ Restaurant sowie das Brauereimuseum untergebracht sind und die zur Stadt hin abfallenden Terrassengärten. Erwähnenswert ist das Kloster auch als Filmkulisse der TV-Serie "Pfarrer Braun - Braun unter Verdacht" mit Ottfried Fischer, erstmals ausgestrahlt im Jahre April 2007.
- Öffnungszeiten: tägl. 9.00-18.00 Uhr, Besichtigung nur außerhalb der Gottesdienste.
- Der Zugang zur Kirche ist frei, ein kleiner Kirchenführer kann vor Ort erworben werden. wikipedia;
- Franziskanergasse 2, zu Fuß ca. 10-15 min. nordwestlich vom Domplatz.
[Bearbeiten] Pfarrkirche Unsere Liebe Frau
Volkstümlich auch die "Obere Pfarre" genannt. Die Kirche ist die einzige rein gotische Kirche Bambergs, ausgeführt als dreischiffige Pfeilerbasilika mit Umgangschor und gilt in ihrer kunsthistorischen Bedeutung für Bamberg mit dem Dom oder dem Michelsberg vergleichbar. Das Kirchengebäude ist der Nachfolgebau einer vermuteten Marienkapelle aus dem 9. Jahrhundert am Steilabhang des Kaulberges. Der Baubeginn des Langschiffes der heutigen Kirche lässt sich nach einer Bauschrift an der Traufe des nördlichen Seitenschiffs auf den 16. Juni 1338 datieren, die Einweihung der Kirche erfolgte im Jahre 1387. Der Baubeginn des Hochchors erfolgte im Jahre 1392 und wurde 1421 vollendet. Mit dem Turm wurde 1535 der Kirchenbau abgeschlossen. Die für die Kirche charakteristische "ungotische" Bekrönung des Turms war von Anfang an als die Wohnung des Türmers geplant, der über die Stadt zu wachen hatte. Ab 1711 wurde das Kircheninnere unter anderem durch ein eingezogenes Lattengewölbe und durch Dekoration der Mittelschiffe von Langhaus und Chor barockisiert. Sehenswürdigkeiten sind (unter vielen Anderen):
- Das Brautportal am nördlichen Seitenschiff an dem früher die Hochzeiten ausserhalb der Kirche abgehalten wurden, mit den fünf klugen und den fünf törichten Jungfrauen unter Baldachinen an den Seiten.
- Der Hochaltar von 1714 mit einem Gnadenbild der Muttergottes aus dem frühen 14. Jahrhundert;
- Das Deckengemälde im Langhaus aus der Mitte des 16.Jahrhunderts mit dem Thema der Himmelfahrt Mariens;
- Das Taufbecken mit den Reliefs der Taufe Christi;
- An der Westfront ein Ölberg mit Sandsteinfiguren aus dem Jahre 1502;
- Die Seitenaltäre im Kirchenschiff und im Chorumgang;
- Öffnungszeiten: Mo, Die, : 8.30-12.00; 14.00-17.15; Mi.: geschlossen; Do: 8.30-12.00, 16.00-18.30; Fr.: 8.30 - 12.00;
- Der Zugang zur Kirche ist frei, ein kleiner Kirchenführer kann vor Ort erworben werden. Info; wikipedia;
[Bearbeiten] Jakobskirche
Im Kern die älteste erhaltene Kirche Bambergs als Säulenbasilika mit romanischem Innenraum. Baubeginn ist das Jahr 1070, architektonisch mit zwei Chören nach dem Vorbild des benachbarten Heinrichdoms gestaltet (in der Urform 1081 ausgebrannt). Die Kirchenweihe fand 1109 statt. Die Kirche des ehemaligen Chorherrenstifts St.Jakob lag ursprünglich außerhalb der Dombefestigungen an der Pilgerstraße nach Santiago de Compostela. Weitere Bauphasen waren die Erneuerung des Westchors um 1400 im Stil der Gotik, die vorgeblendete Barockfassade im Jahre 1771 (Johann Michael Fischer, Figur des Hl. Jakob von Ferdinand Tietz), und von 1866-1882 eine Renovierung und Reromanisierung.
Sehenswürdigkeitem im Kircheninneren sind:
- Neugotischer Hochaltar aus dem 19.Jahrhundert mit einer Muttergottes aus dem Jahre 1430;
- gotische Wandmalereien;
- barockes Vierungsgewölbe;
- Originalfigur der heiligen Kunigunde von der "unteren Brücke"
- Öffnungszeiten: tägl. 9.00-16.00 Uhr, Besichtigung nur außerhalb der Gottesdienste;
- Jakobsplatz, nur wenige Meter westlich oberhalb des Dombergs.
[Bearbeiten] weitere Kirchen
- St. Getreu, barocke Benediktinerpropsteikirche aus dem 17. Jahrhundert;
- St. Getreu wurde 1123/ 1124 als Frauenkloster gegründet, jedoch schon bald an das nahe Benediktinerkloster Michelsberg übergeben. Im späten Mittelalter entwickelte sich St. Getreu zum Doppelheiligtum mit Kapellen der heiligen Fides und der Gottesmutter.
- Der Neubau des Langhauses der heutigen Kirche wurde 1660 geweiht. Im 18. Jahrhundert wurden dann die vorhandenen Kapellen durch Erweiterungen des Neubaus (Presbyterium) ersetzt.
- Während der Säkularisation wurde 1803 die Kirche mit der Probstei der Krankenhausmission übergeben, woraufhin verschiedene Teile der Ausstattung zugunsten der Irrenanstalt veräußert wurden. Die Kirche dient seither als Hauskapelle der städtischen Nervenklinik. Nach verschiedenen Umbauten im 18.Jahrhundert ist die Kirche insgesamt in ihrer reichhaltigen Barockausstattung im Wesentlichen unberührt erhalten geblieben und wurde in einer Restaurierungsphase von 1987 bis 2003 saniert.
- Sehenswürdigkeiten der Kirche sind:
- Die Deckengemälde im Presbyterium;
- spätgotische Madonnenfigur im Hochaltar, geschaffen um 1486 von Ulrich Huber;
- verschiedene Seitenaltäre, u.a. die "Grablegungsgruppe" von 1503, der Kreuzaltar von 1738/39, Passionsreliefs von 1493/94; Dreifaltigkeitsaltar von 1719, Fidesaltar von 1720;
- St. Getreu-Straße 14/16, 5 Gehminuten westlich vom Kloster Michelsberg
.
- Der jetzige Kirchenbau hat seinen Grundriss noch vom Vorgängerbau, einer Stiftung Kaiser Heinrichs II. und seiner Frau Kunigunde. Diese Stephanskirche, als Zentralbau im Grundriss in der Form eines griechischen Kreuzes, war die einzige Kirche nördlich der Alpen, die von einem Papst, nämlich Benedikt VIII., geweiht wurde, als dieser im Jahre 1020 Kaiser Heinrich in Bamberg zu politischen Gesprächen besuchte. Nach der Legende vom "Pfennigswunder" wurde der Kirchenbau von der heiligen Kunigunde bezahlt, wie es ein Relief am Kaisergrab im Dom erzählt. Von diesem Vorgängerbau ist aber heute nichts mehr erhalten.
- Der älteste Teil der heutigen Kirche ist der Turm aus dem 13.Jahrhundert. Der Neubau der Kirche wurde im Jahre 1626 von Giovanni Bonalino mit dem Chor begonnen, konnte aber wegen des Dreißigjährigen Krieges und knapper Mittel erst 1680 beendet werden. Auch auf die Kuppel über der Vierung wurde verzichtet und diese durch ein Flachdach ersetzt.
- Bis zum Jahre 1803 war die Kirche als eigener "Regierungsbezirk" unmittelbar dem Kaiser unterstellt. Nach der Säkularisation wurde sie eine Zeitlang als Lagerraum verwendet und dann der evangelischen Gemeinde überstellt. 1987 wurde das Kircheninnere in einheitlicher Weißfassung renoviert.
- Sehenswürdigkeiten der Kirche sind:
- Stuckrelief mit dem Martyrium Stephans in der Kirchenvierung, geschaffen 1688 von Johann Jakob Vogel.
- Der barocke Orgelprospekt (Schauteil der Orgel), vermutlich im Jahr 1695 vom Bildhauer Sebastian Degler geschaffen, gilt mit seinem Figurenreichtum als einer der schönsten Orgelprospekte in Oberfranken. Das Orgelwerk selbst stammt von 1966 und ist derzeit stark renovierungsbedürftig.
- Chorgestühl im Stil des Rokoko von 1769.
- Stephansplatz 4;
- Öffnungszeiten: täglich von 9.00 - 17.00 Uhr.
- St. Martin von Georg Dientzenhofer in prachtvollem Jesuitenbarock geschaffen.
- An der Universität 2;
- Öffnungszeiten: täglich von 8.00 - 18.00 Uhr, Do. ab 13.00 Uhr.
- Karmelitenkloster
spätromanischer Kreuzgang aus dem 13. Jahrhundert und barocke Kirche, gestaltet von Leonard Dientzenhofer.
- Karmelitenplatz 1;
- Öffnungszeiten: täglich von 9.00 – 11.30 Uhr und 14.30 – 17.30 Uhr.
[Bearbeiten] Historische Bauwerke, Burgen, Schlösser und Paläste
- Schloss Geyerswörth: Im Kern mittelalterliche Patrizierburg der Familie Geyer.
- Im Jahre 1580 wurde die verfallene Anlage vom Hochstift Bamberg erworben. Von 1585 bis 1587 wurde sie als wehrhaftes, vierflügeliges Sommer- und Wasserschloss umgebaut und diente von nun an als Residenz der Fürstbischöfe. Heute ist das Gebäude im Besitz der Stadt und wird als Rathaus genutzt. Der Renaissancesaal im Inneren wird seit seiner Restaurierung im Jahre 1984 als städtischer Empfangs- und Veranstaltungssaal verwendet.
- Geyerswörthplatz (Nähe Alte Brücke
)
- Altenburg auf dem Altenberg (386m), dem höchsten der sieben Bamberger Hügel:
- Ehemalige Flieh- und Trutzburg der Bamberger Fürstbischöfe, 1109 erstmalig urkundlich erwähnt. Weihe der Burgkapelle im Jahre 1124.
- Die Anfahrt mit dem PKW ist bis zum Parkplatz kurz unterhalb der Burg möglich.
- Erbaut für Hofrat Johann Ignatz Boettinger von 1707 -1713. Über den Architekten ist man sich heute uneinig.
- Sehenswert sind ein reich ausgeschmückter Innenhof, das mächtige, fast überdimensionierte Treppenhaus und herrlich ausgestattete Innenräume. Aufgrund zahlreicher Mängel (beengt, Nachbarstreitigkeiten, fehlende Flure, Feuchtigkeit und Kälte) begann der "Geheime Rat" schon kurz nach dem Bezug mit dem Neubau von "Schloss Concordia".
- Heute beherbergt das Gebäude eine Kunstgalerie.
- Judenstraße 14
- Schloss Concordia
erbaut 1716 -1722 für den Hofrat Ignaz Tobias Böttinger durch Baumeister Johann Dientzenhofer als barockes Wasserschloss.
- Den schönsten Blick auf das Bauwerk hat man von der gegenüberliegenden östlichen Flussseite.
- Concordiastrasse 28
- Der Gebäudekomplex war von Kaiser Heinrich II. zunächst als Kaiserpfalz angelegt worden und diente ab der Gründung des Bistums Bamberg im Jahre 1007 auch als Bischofssitz. Heute sind noch die Grundmauern von Pallas und Kapelle aus diesem Zeitraum erhalten. Die Gesamtanlage zeigt Baustile aus unterschiedlichen Epochen. Der Innenhof mit den Fachwerkbauten und den großen Dachflächen ist spätgotisch. Das Gebäude der "Neuen Ratsstube" aus dem Jahre 1568 und deren Fassade mit Fenstererker und Treppengiebel zum Domplatz hin ist im Stil der Renaissance gestaltet. Die letzte große Umbau- und Sanierungsphase erfolgte dann im Jahre 1777, nachdem große Teile der Anlage nach der Errichtung der benachbarten "Neuen Residenz" vernachlässigt worden waren. Trotz der verschiedensten verwendeten Baustile zeigt die Alte Hofhaltung architektonisch ein geschlossen-harmonisches Bild.
- Der Zugang vom Domplatz erfolgt durch die "Schöne Pforte" von Pankraz Wagner aus dem Jahre 1573. Sehenswert im Portal ist das Relief von Maria, umrahmt von Heinrich und Kunigunde mit dem Dommodell, Petrus mit Schwert und Schlüssel und Georg mit dem Drachen, den beiden Kirchenpatronen, und mit dem Wilden Mann und der Wilden Frau, den Personifikationen von Main und Regnitz.
- Historisch bedeutendes Ereignis in der "Alten Hofhaltung" ist der Bamberger Königsmord im Jahre 1208. König Philipp von Schwaben, Oberhaupt der Hohenstaufer, wurde kurz vor seiner Wahl zum Kaiser vom bayerischen Pfalzgrafen Otto VII. von Wittelsbach erschlagen. Über die tatsächlichen Hintergründe des Mordes rätselt die Wissenschaft noch.
- Seit 1938 ist in den Räumen der Alten Hofhaltung das "Historische Museum der Stadt Bamberg" untergebracht, siehe hierzu den Abschnitt Museen.
- Im Sommer finden im Hof unter freiem Himmel die Calderonfestspiele statt.
- Die Legende erklärt die Entstehung auf einer Insel als Folge der Rivalität zwischen den Bürgern und dem Bischof, der den Bürgern keinen Platz zum geplanten Neubau ihres Rathauses zur Verfügung gestellt habe. Daraufhin hätten die Bürger eine künstliche Insel als Bauplatz aufgeschüttet. Tatsächlich ist die Regnitz die Grenze zwischen der bürgerlichen Innenstadt und dem bischöflichen Berg.
- Der Zugang zur Insel erfolgt über zwei Doppelbrücken, die Untere Brücke und die Obere Brücke. Die Obere Brücke stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist damit eine der ältesten Gewölbebrücken der Welt. Sie wurde durch einen Brückenturm geschützt. In diesem Turm hing auch die Sturmglocke der Stadt. Heute sehenswert auf der Oberen Brücke ist eine plastische Kreuzgruppe von Gollwitzer aus dem Jahre 1715 und eine Statue des heiligen Nepomuk. Die Untere Brücke wurde 1020 erstmals erwähnt. Im Mittelalter gab es auf der Brücke einen Galgen mit einem Korb, dem sog. Schnappkorb. Er diente zur Bestrafung vom Missetätern, die damit ins Wasser getaucht wurden. Die Untere Brücke wurde im Lauf der Zeit wiederholt zerstört, letztmals zusammen mit weiteren Bamberger Brücken durch deutsche Soldaten gegen Ende des Zweiten Weltkriegs, als ein sinnloser Versuch, die Niederlage aufzuhalten. 1967 entstand die jetzige Betonkonstruktion.
- Der Vorgängerbau des Inselrathauses wird 1387 erstmals erwähnt. Das jetzige Gebäude entstand in den Jahren 1461 bis 1467 zunächst im gotischen Stil, wurde dann aber von 1744 bis 1756 nach Plänen von Michael Küchel umgebaut. Durch die Balkone am erhöhten Torturm, durch die plastischen Fresken der Längsseiten, sie zeigen Allegorien der Tugenden, und durch das vorgelagerte Rottmeisterhäuschen entstand die heute sichtbare Architektur im Stil des Barock und Rokoko.
- Sehenswert im Rathausinneren ist der Ratssaal im Obergeschoss mit einer Rokoko-Stuckdecke, gestaltet von Johann Jakob Vogels im Jahre 1745. Die Gemälde an den Wänden zeigen Szenen aus dem Alten Testament und wurden 1755 von Johann Anwander geschaffen.
- Seit 1995 ist im Alten Rathaus auch die Porzellansammlung "Ludwig" mit einer der größten Kollektionen von Straßburger Fayencen und weiteren Objekten der Manufakturen Meissen, Berlin, Straßburg und Wien untergebracht.
- Im Rottmeisterhäuschen, dem vorgelagerten Fachwerkhäuschen, war früher die "Rotte", also die Stadtwache, unmittelbar am Rathaus untergebracht.
- Wohnhaus E.T.A.-Hoffmanns
Im Bamberger Umland:
- Schloss Seehof: vierflügelig um Innenhof geschlossene barocke Schlossanlage;
- Erbaut von Fürstbischof Marquard Sebastin Schenk von Stauffenberg ab 1687 als Jagd- und Lustschloss; Repräsentationsräume ab 1700 gestaltet nach Entwürfen von Balthasar Neumann;
- in Memmelsdorf, ca. 6 km nordöstlich der Stadtmitte
- Giechburg (im Umland!) und Gügel
[Bearbeiten] Denkmäler
- Gabelmann
- Heilige Kunigunde
[Bearbeiten] Museen
- Objekte aus der vorgeschichtlichen Zeit bis ins 20. Jahrhundert, Skulpturen und Gemälde vom Mittelalter bis zur Gegenwart, Objekte des Handwerks- und Zunftwesens;
- Aufzug und Behindertentoilette vorh., Zufahrt zum Eingang: Kopfsteinpflaster;
- Öffnungszeiten: Mai-Okt.: Die - So., 9.00 - 17.00 Uhr; von Nov.-April: nur zu Sonderausstellungen geöffnet;
- Domplatz 7, 96049 Bamberg; Telefon (09 51) 87 11 42; Info
- Anfahrt mit Bus Linie 10, Haltestelle Domplatz;
- Naturwissenschaftliches Museum
- Brauereimuseum , untergebracht in den historischen Gewölben der ehemaligen Benediktiner-Braustätte im Kloster Michelsberg
. Das Museum zeigt eine Sammlung historischer Gerätschaften aus dem Brauereiwesen. Die Seminare der Bierakademie bieten Informationen zum Thema, eine Schulung der Sensorik und den Ausbildungslehrgang zum "Bier-Experten".
- Historische Museumsgaststube;
- Öffnungszeiten: Apr. - Okt., Mi.-So: 13.00 - 17.00 Uhr;
- Michelsberg 10f, 96049 Bamberg; Tel.: +49 (0)951/53016 ; Info
- Villa Dessauer, Stadtgalerie;
- Wechselausstellungen internationaler und ortsansässiger regionale Künstler;
- Das Gebäude selbst gilt als bedeutendes Baudenkmal der Stilrichtung der "deutschen Renaissance" (um 1880 bis 1890).
- Öffnungszeiten: Di.-Do.: 10.00 - 16.00 Uhr, Fr.-So.: 12.00 - 18.00 Uhr; Eintritt Erwachsene 2 € (Stand 2007);
- Hainstraße 4a, 96047 Bamberg; Tel. +49 (0)951/87-1861 (Kasse), +49 (0)951/87-1142 (Verwaltung);
- Größte private Porzellansammlung Europas, Dauerleihgabe einer Privatsammlung; Sammlungsschwerpunkt ist der umfangreiche Bestand an Meißner Porzellan, Fayencen aus Straßburg, sowie Objekte aus kleineren Porzellanmanufakturen wie Höchst, Nymphenburg, Fürstenberg, Ansbach;
- Öffnungszeiten: Di.- So.: 9.30 - 16.30 Uhr;
- Obere Brücke 1, 96047 Bamberg; Tel.: +49 (0)951/87-1871 (Kasse), +49 (0)951/87-1142 (Verwaltung); Info;
[Bearbeiten] Straßen und Plätze
[Bearbeiten] Parks
- Hain
- Rosengarten
[Bearbeiten] Verschiedenes
[Bearbeiten] Aktivitäten
[Bearbeiten] Weihnachtsmärkte
- Bamberger Weihnachtsmarkt, Station des Bamberger Krippenweges, Großkrippe;
- Maxplatz; im Advent: täglich Mo. - Sa. 9 - 19Uhr, So. 11 - 19Uhr.
- Weihnachtlicher Mittelaltermarkt in der Alten Hofhaltung, in der zweiten Adventswoche.
[Bearbeiten] Einkaufen
- In der Ottostraße gibt es eine kleine Demeter-Bäckerei, die ihr hergestelltes Brot auch im KaDeWe in Berlin vertreibt.
- Einen Waschsalon findet man neben dem Bahnhof, im Einkaufszentrum. Täglich geöffnet. Meistens ist ein Rentner vor Ort, der hilft, Geld zu wechseln und ähnliches.
- Das Mohrenhaus, an der Oberen Brücke, das "Haus für schöne Sachen", befindet sich in einem historischen Gebäude. Neben vielen verschiedenen Teesorten findet man dort Wohnzubehör und Textilien u.v.a.
[Bearbeiten] Küche
Die fränkische Küche ist für ihre kalorierenreichen und großen Portionen bekannt. Wenn man nicht gerade an touristischen Plätzen ein Mahl einnimmt, ist eine kleine Portion zu empfehlen.
[Bearbeiten] Günstig
[Bearbeiten] Mittel
- Schlenkerla
, Dominikanerstr. 6, ist zwar eine "Brauereigaststätte", aber für Bamberg das, was für München das Hofbräuhaus ist.
[Bearbeiten] Gehoben
[Bearbeiten] Nachtleben
[Bearbeiten] Günstig
[Bearbeiten] Mittel
[Bearbeiten] Gehoben
[Bearbeiten] Brauereigaststätten und Bierkeller
In der Regel fränkisch-deutsche Küche;
- Ambräusianum, Bambergs einzige Gasthausbrauerei;
- Öffnungszeiten: Montag Ruhetag;
- Dominikanerstr. 10, 96049; Tel.: 0951/5090262; Info;
- Brauerei Spezial "Rauchbierspezialitäten";
- Obere Königstr. 10, 96052; Tel.: 0951/24304; Info;
- Greifenklau, mit Biergarten;
- Montag Ruhetag;
- Laurenziplatz 20, 96049; Tel.: 0951/53219; Info;
- Keesmann-Bräu
- Sonntag Ruhetag;
- Wunderburg 5, 96050; Tel.: 0951/981980; Info;
- Klosterbräu, älteste Braustätte Bambergs
- kein Ruhetag;
- Obere Mühlbrücke 1-3, 96049; Tel.: 0951/52265; Info;
- Mahrs-Bräu, Bierkeller, urige Gaststube;
- Wunderburg 10, 96050; Tel.: 0951/915170; Info;
- Schlenkerla, "Aecht Schlenkerla Rauchbier" im historischen Brauereiausschank, schmeckt vielen erst so richtig nach dem 3. Seidla (0,5l);
- kein Ruhetag;
Dominikanerstr. 6, 96049; Tel.: 0951/56060; Info;
- Spezial-Keller, "Spezial-Rauchbier", auf dem Stephansberg mit der schönsten Aussicht;
- Sternwartstr., 96049; Tel.:0951/54887;
- Wilde Rose Keller, "süffiges Kellerbier";
- Oberer Stephansberg 49, 96049; Tel.: 0951/57691; Info;
[Bearbeiten] Unterkunft
[Bearbeiten] Günstig
[Bearbeiten] Mittel
[Bearbeiten] Gehoben
[Bearbeiten] Camping
- Insel, Am Campingplatz 1; 96049 Bamberg-Bug; Tel. +49 (0)951 -56320; Info;
- Caravan-Stellplätze: Auf dem P&R Plätzen Heinrichsdamm;
[Bearbeiten] Lernen
[Bearbeiten] Arbeiten
[Bearbeiten] Sicherheit
[Bearbeiten] Gesund bleiben
- Apothekennotdienst: Tel.: 11 8 33;
- Gifttelefon Nürnberg: Tel.: 0911-398 24 51; 0911-398 26 65;
- Bamberger Bereitschaftspraxis: Tel.: 0951-700 20 70;
- Ärztlicher Bereitschaftsdienst in Bayern: Tel.: 01805 - 19 12 12; Info;
- Telefonseelsorge: Tel.: 0800 - 111 0 111; 0800 - 111 0 222;
[Bearbeiten] Klarkommen
[Bearbeiten] Service und Adressen
- Tourismusamt der Stadt Bamberg: "BAMBERG Tourismus & Kongress Service"
- Geyerswörthstraße 3, 96047 Bamberg; Tel. +49 (0)951/2976200, Fax +49 (0)951/2976222;Info;
- Öffnungszeiten: Mo.-Fr.: 9.30-18Uhr, Sa.: 9.30-14.30Uhr; Zus. 1.Apr.-31.Dez. So. 9.30-14.30Uhr;
[Bearbeiten] Sprache
Bamberg ist in Oberfranken, man spricht also grundsätzlich fränkisch. Mit dem Touristenstrom aus aller Welt sind die Bamberger in der Innenstadt auch an die entsprechenden Sprachen gewöhnt und so bereitet es keine größeren Probleme, sich auf Englisch (sowieso), Italienisch oder Französisch zu verständigen.
Bamberg ist auch amerikanische Kasernenstadt. Demzufolge muss man auch mit Mitmenschen rechnen, die der deutschen Sprache nicht ganz mächtig sind. Auch gibt es in der Gartenstadt ein kleines Ghetto von Ukrainern.
[Bearbeiten] Post und Telekommunikation
- Ludwigstr. 25 (Nähe Bahnhof);
- Gaustadter Hauptstr. 46;
- Heinrichstr. 1;
- Seehofstr. 26;
- St. Wolfgang Platz 1;
[Bearbeiten] Ausflüge
- Gondelfahrten im Alten Kanal und vor Klein-Venedig; Fahrzeit: 1/2 Std., pro Person 15 €; Buchung erforderlich;
- Tel.0950-1206327; Info;
- Stadtnah sehenswert ist die Basilika Vierzehnheiligen und das barocke Kloster Banz;
- Schloss Weißenstein in Pommersfelden, ein Hauptwerk des deutschen Barocks, ist in weniger als einer halben Autostunde erreichbar;

