Bad Kissingen
Aus Wikivoyage
| Bad Kissingen
| |
| Kurzdaten | |
| Bundesland: | Freistaat Bayern |
|---|---|
| Einwohner: | 21 703 (Jan. 2007) |
| Höhe: | 220 m |
| Tourist- Information: | www.badkissingen.de/tourismus; |
Bad Kissingen ist eine Stadt im nördlichen Unterfranken. Der bekannteste Kurort Deutschlands (emnid Umfrage) liegt an der fränkischen Saale am südlichen Rand der Rhön.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Hintergrund
Die möglicherweise erstmalige Erwähnung der Kissinger Salzquellen findet sich in einer Nachricht von TACITUS zu einer Schlacht zwischen Hermunduren und Chatten um einen Grenzfluss (der fränkischen Saale), der sich zur Salzgewinnung eigne. Die erstmalige urkundliche Erwähnung der Quellen erfolgt dann im Jahre 823 als "obere und untere Saline".
Die erstmalige urkundliche Erwähnung des Ortes ist das Jahr 801 als "in uilla Chizziche" in einer Schenkungsurkunde des Benediktinerklosters Fulda.
Im weiteren Mittelalter sind die Salzquellen noch ohne größere Bedeutung.
Zu Ende des 16.Jahrhunderts gewinnen dann die Heilquellen immer mehr Beachtung durch die Ärzte. Bekannt sind zu diesem Zeitpunkt die beiden Quellen "Sauerbrunnen", der jetzige "Maxbrunnen" und der ""scharfe Brunnen", der heutige "Pandur". Im Jahre 1737 erfolgte eine chemische Analyse der Brunnen in der Apotheke des Juliusspitals in Würzburg. Außerdem wurde Balthasar Neumann (wikipedia) mit der Neufassung der Brunnen beauftragt. Während dieser Maßnahme wurde die dritte und schärfste Quelle, der "Ragoczi", als eine möglicherweise schon früher bekannte und durch die Saale verschüttete Quelle, entdeckt oder wiederentdeckt.
Im 19. Jahrhundert, nachdem Franken in Wiener Kongress an Bayern fiel, erfolgte unter den Wittelsbachern mit Prinzregent Luitpold und König Ludwig I. der konsequente Ausbau von Kissingen zu einem mondänen Badeort mit Besuchern wie Zar Alexander II. und Kaiserin Elisabeth von Österreich. König Ludwig II., ebenfalls Badegast, erhob im Jahre 1883 Kissingen zum Bad.
[Bearbeiten] Anreise
| Lage
| |
| Entfernungen | |
| Bad Neustadt: | 24 km |
|---|---|
| Schweinfurt: | 26 km |
| Würzburg: | 69 km |
| Fulda: | 70 km |
| Bamberg: | 89 km |
| Erfurt: | 145 km |
| Frankfurt: | 150 km |
| Nürnberg: | 167 km |
| München: | 333 km |
[Bearbeiten] Flugzeug
Bad Kissingen hat einen eigenen Flugplatz für Maschinen bis 3.000 kg.
Nächste internationale Flughäfen sind in Erfurt, Frankfurt Main und Nürnberg;
[Bearbeiten] Bahn
Der Bahnhof Bad Kissingen liegt an der Bahnstrecke Schweinfurt - Gemünden
[Bearbeiten] Auto
- Über die Autobahn A7, Würzburg - Kassel,
Bad Kissingen / Oberthulba, oder
Hammelburg, dann noch ca. 10 km bis Bad Kissingen.
- Über die Autobahn A71, Schweinfurt - Suhl
Bad Kissingen/ Oerlenbach, und weiter noch ca. 10 km bis nach Bad Kissingen.
Die Innenstadt ist verkehrsberuhigt, werktags stehen 700 kostenfreie Parplätze mit ca. 10 bis 15 Gehminuten Entfernung von der Innenstadt zur Verfügung. Außerdem weitere kostenpflichtige Parkplätze und Parkhäuser. Parken an den Wochenenden kostenfrei.
[Bearbeiten] Mobilität
- ÖPNV Bad Kissingen (öffentlicher Personennahverkehr):
- Buslinien: Linienverzeichnis und Linien-Netzplan;
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Kirchen
- St. Jakobus (alte kath. Pfarrkirche), Barockbau. Bauten des Turmuntergeschosses aus dem frühen 14. Jahrhundert. Von 1772 bis 1775 Turmerhöhung auf fünf Turmgeschosse und Neubau des Kirchenschiffes mit annähernd quadratischem Grundriss nach Plänen des würzburgischen Hofkammerrats Joh. Phil. Geigel, Innenausstatung durch Anton Petrolli, Stukkateur aus Würzburg.
- Evangelische Erlöserkirche, erbaut 1845-1847.
- Prinzregentenstraße 9, Info.
- Russisch-Orthodoxe Kirche
- Salinenstraße 20, Tel.: (0971) /5443.
[Bearbeiten] Burgen, Schlösser und Paläste
- Neues Rathaus, frühere Lochner-Heußlein Schloss.
[Bearbeiten] Bauwerke
- Die Obere Saline: Beginn des Baus für das Wohngebäude und die Kapelle der heutigen "oberen Saline" im Jahre 1767. Vergrößerung zum Eigengebrauch unter Fürstbischof Friedrich von Seinsheim im Jahre 1770 durch Hofkammerrat Geigel.
[Bearbeiten] Denkmäler
[Bearbeiten] Museen
- Museum Obere Saline im repräsentativen Wohngebäude der Oberen Saline, ehemaliges Kurquartier der Fürstbischöfe von Würzburg und Otto Fürst von Bismarck. Das Museum zeigt die Themen „Salz und Salzgewinnung“ und „Das Heilbad Kissingen“.
- Bismarckmuseum, ebenfalls in der oberen "Saline", erinnert mit Original-Interieur an den historischen Wohnort des bekanntesten Stammgastes von Bad Kissingen, Reichskanzler Otto Fürst von Bismarck.
- Obere Saline 20, 97688 Bad Kissingen; Tel.: (0971)/807-1230, Fax: (0971)/807-1239; Info.
- Öffnungszeiten: Mi. bis So. 14.00 bis 17.00 Uhr.
- Daueraustellung Jüdisches Leben in Bad Kissingen
- Jüdisches Gemeindehaus, Promenadestraße 2, 97688 Bad Kissingen.
- Öffnungszeiten: Mi. von 15 bis 17 Uhr.
- Julius-Kardinal-Döpfner-Museum im Stadtteil Hausen, dem Geburtsort des langjähriger Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz und Kardinals von München.
- Julius-Kardinal-Döpfner Museum, Klosterweg 10 (im Klostergebäude), 97688 Bad Kissingen.
- Öffnungszeiten: So: 10.30 Uhr (nach dem Hauptgottesdienst) und nach Vereinbarung.
[Bearbeiten] Straßen und Plätze
[Bearbeiten] Kurpark und Kurgarten
wichtige Gebäude und Anlagen im Kurpark sind:
- Der Regentenbau erbaut (1911 - 1913) von Max Littmann (wikipedia) ist das Wahrzeichen von Bad Kissingen. Im Inneren befindet sich der Große Saal, auch "Max-Littmann-Saal" , ein wegen der Holzvertäfelung mit Kirschbaumholz für seine gute Akustik bekannter Konzertsaal, der Grüne Saal mit üppiger Jugendstil-Verzierungen und der Weiße Saal, der Lesesaal und die Gaststätte.
- Der Schmuckhof inmitten des Regentenbaus, im Stil angelehnt an italienische Gärten des Barock und der Renaissance, ist ein „Kabinettstück der Raumkunst“.
- Die Brunnen- und Wandelhalle mit 90 Metern Länge bei 3240 Quadratmetern Fläche, und mit einer in des Freie drehbaren Konzertmuschel für das Orchester. An den Zapfstellen füllen die Brunnenfrauen die Gläser.
- Kurtheater; Max Littmann, der Revolutionär des zeitgenössischen europäischen Theaterbaus (Prinzregententheater München), schuf einen dreigeteilten Bau mit Foyer-Pavillon und für das noble Publikum einem Zuschauerraum nach dem Vorbild des höfischen Rangtheaters.
- Der Konversationssaal und Arkadenbau, Erbaut von 1834-1838 nach Plänen von Friedrich von Gärtner (wikipedia).
- Der Kurgarten mit prächtigen Blumenbeeten.
- Der Kiosk des Maxbrunnens im Kurgarten, erbaut von Max Littmann.
Während der Veranstaltungen ist der Kurgarten nur mit Gästekarte zugänglich.
- Das Luitpold-Casino der Bayerischen Spielbank Bad Kisingen.
- Der Rosengarten, eine städtische Parkanlage als Antwort von Magistrat und Bürgerschaft auf die königliche Kurordnung von 1912, wonach die staatlichen Kureinrichtungen rund um die Quellen den Bürgern verschlossen blieb.
[Bearbeiten] Verschiedenes
[Bearbeiten] Aktivitäten
- KissSalis Therme, Heiligenfelder Allee 16, 97688 Bad Kissingen, Tel.: +49 (0)971/826-600. Montag bis Donnerstag 9.00-22.00, Freitag 9.00-24.00, Samstag und Sonntag 9.00-22.00, jeden letzten Samstag im Monat bis 24.00. 2 Stunden € 11,00, bis 12 Jahre erhalten 50 % Ermäßigung, Themenlandschaft, Saunapark, WellnessPavilion und FitnessArena
[Bearbeiten] Einkaufen
[Bearbeiten] Küche
[Bearbeiten] Nachtleben
- Spielbank Bad Kissingen,
- Personalausweis erforderlich, Mindestalter zum Spielen: 21 Jahre; Eintritt: 2,50 Euro, Automatenspiel: Eintritt 50 Cent.
- Öffnungszeiten: So. bis Do. von 15 bis 2 Uhr; Fr., Sa. 15 bis 3 Uhr.
- Im Luitpoldpark 1; 97688 Bad Kissingen; Tel.: 0971 - 7213-0; Info.
- Casinorestaurant "le jeton", Tel.: 0971 - 4081
[Bearbeiten] Unterkunft
[Bearbeiten] Lernen
[Bearbeiten] Arbeiten
[Bearbeiten] Sicherheit
[Bearbeiten] Gesund bleiben
[Bearbeiten] Klarkommen
| Kurzinfos | |
| Telefonvorwahl: | 0971 |
|---|---|
| Postleitzahl: | 97688 |
| Kennzeichen: | KG |
| Zeitzone: | UTC+1 |
| Notruf: | 112 / 110 |
[Bearbeiten] Post und Telekommunikation
[Bearbeiten] Ausflüge
- zu den Bädern Bad Bocklet, Bad Neustadt, Bad Brückenau oder Bad Königshofen.
- nach Münnerstadt, Hammelburg, Schweinfurt oder Würzburg.
- in die Rhön, in das Grabfeld oder den Spessart.
[Bearbeiten] Literatur
- Bayer. Amt für Denkmalpflege (Hg.) : Die Kunstdenkmäler von Bayern. München : Oldebourg, 1914, Nachdruck 1983, (Dritter Band: Unterfranken und Aschaffenburg; Heft X, Stadt Bad Kissingen und Bezirk Bad Kissingen;), ISBN 3-486-50464-9, 254 Seiten.
[Bearbeiten] Weblinks
- Offizielle Seite der Stadt Bad Kissingen.

