Azoren
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Die Azoren sind eine Inselgruppe im Nordatlantik, etwa 1500 Kilometer von Europa und 3500 Kilometer von Nordamerika entfernt, knapp südlich des 40. Breitengrades gelegen. Politisch gehören die Inseln als autonome Region zu Portugal und stellen damit den westlichsten Punkt Europas dar (wenn man mal von Grönland absieht). Die neun Inseln teilen sich in drei Gruppen: Die Ostgruppe (São Miguel und Santa Maria), die Zentralgruppe (Terceira, Graciosa, São Jorge, Faial und Pico) sowie die Westgruppe (Flores und Corvo). São Miguel, die größte und heute bedeutendste Insel, ist immerhin rund 60 Kilometer lang. Corvo, die kleinste, nur gerade 6 Kilometer und besteht im wesentlichen lediglich aus einem Städtchen und einem einzigen, allerdings riesigen Vulkan.
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[Bearbeiten] Inseln
Die neun Inseln der Azoren werden drei Gruppen zugeordnet:
Ostgruppe:
Zentralgruppe:
Westgruppe:
[Bearbeiten] Orte
- Angra do Heroísmo (auf Terceira)
- Horta (auf Faial)
- Madalena (auf Pico)
- Ponta Delgada (auf São Miguel)
[Bearbeiten] Weitere Ziele
[Bearbeiten] Hintergrund
[Bearbeiten] Sprache
Die offizielle Sprache auf den Azoren ist Portugiesisch. Wenn man recht gut Portugiesisch versteht, wird man in einigen Gegenden überrascht sein: die Einheimischen sprechen Portugiesisch mit einem sehr starken Akzent und dies macht es schwierig, sie korrekt zu verstehen. Sogar die Portugiesen vom Festland haben manchmal Probleme damit. Im Gegensatz zum Festland-Portugal kann man sich auf den Azoren aber auch mit Englisch recht passabel durchschlagen. Viele Azoreaner haben Verwandte in Nordamerika.
[Bearbeiten] Anreise
Es gibt nicht nur Flüge von Europa, sondern auch aus Toronto (Kanada), Boston (Massachusetts) und Providence (Rhode Island). Bis auf wenige Ausnahmen führen fast alle Flüge von Europa über Lissabon.
[Bearbeiten] Mobilität
[Bearbeiten] Von Insel zu Insel
Ob mit dem Schiff oder im Flugzeug: Niemals sollte man die Rechnung ohne das azoreanische Wetter machen. Da sämtliche Flughäfen nur eine einzige Piste haben, können die Flugzeuge wegen des Seitenwinds ab gewissen Windstärken oft nicht mehr starten und landen. Ebenso legen bei hohem Wellengang auch keine Schiffe mehr ab. In solchen Fällen kann es vorkommen, dass man ein paar Tage länger auf der Insel bleiben muss.
Für alle Inseln, selbst für das kleine Corvo, gibt es regelmässige Flugverbindungen. Mit ein wenig Planung ist es jedoch kein Problem, von Insel zu Insel mit dem Schiff zu reisen, und wer genug Zeit hat, dem ist diese Reisemöglichkeit sehr zu empfehlen, denn sie gibt einem den Hauch einer Idee davon, wie abgelegen die Inseln in den Weiten des Meeres liegen. Die Inseln der jeweiligen Inselgruppen sind zwar bei einigermassen klarer Sicht in Sichtweite, doch wenn man acht Stunden lang auf offener See unterwegs ist, um z.B. von der Zentralgruppe nach Flores zu fahren, so wird einem bewusst, wie verloren die Inselchen in den unvorstellbaren Weiten des Meeres verstreut sind, und es wird einem klar, warum damals zwischen der portugiesischen Entdeckung den ersten Inseln (São Miguel und Santa Maria, 1427) und den letzten (Flores und Corvo, 1452) 25 Jahre lagen. (Auf italienischen Seekarten sollen allerdings die Inseln bereits um 1375 vermerkt gewesen sein).
Innerhalb der Zentralgruppe empfiehlt sich der Schiffsweg wegen den kurzen Distanzen und den relativ komfortablen Schiffsfahrplänen ohnehin. Auch zwischen São Miguel und der Zentralgruppe verkehren regelmässig Schiffe. Ein bisschen schwieriger ist es, die Inseln der Westgruppe, Flores und Corvo, auf dem Seeweg zu erreichen. Erst seit einigen Jahren gibt es dort hin - zumindest während der Sommersaison - überhaupt Schiffskurse.
Unbedingt mit einplanen sollte man - vor allem bei späten Ankunftszeiten -, dass nicht alle Häfen so nah an den Zentren wie zum Beispiel in Velas auf São Jorge, wo das Schiff quasi mitten im Ortszentrum parkiert. Andernorts sind längere Distanzen zurückzulegen. In Praia da Vitória auf Terceira etwa sind es mehrere Kilometer. Wer den Weg nicht zu Fuss oder per Autostopp zurücklegen will, sollte bereits vor Ablegen des Schiffs am Ankunftsort ein Taxi bestellen.
Schiffsfahrpläne (horários) gibt's bei der Schifffahrtsgesellschaft Açorline (sofern der online-Fahrplan nicht grad wieder mal ausser Betrieb ist). Zwischen den Inseln der Zentralgruppe verkehrt die Gesellschaft Transmaçor.
[Bearbeiten] Auf den Inseln
Die Qualität der öffentlichen Verkehrsmittel auf den einzelnen Inseln ist sehr unterschiedlich. Sie reicht von relativ gut ausgebauten Busnetzen wie auf São Miguel oder Terceira bis hin zu Flores, wo gerade mal drei Busse verkehren - pro Woche!
Bei Mietwagen aufgepasst: oftmals werden horrend überzogene Preise verlangt (nach meiner Erfahrung vor allem in Ponta Delgada). Manche Azoreaner entlehnen gegen Entgelt auch ihre Privatwagen. Wer auf sowas eingeht muss sich bewusst sein, dass solche Privatdeals im Falle eines Falles versicherungstechnisch problematisch sind und wahrscheinlich auch auf den Azoren nicht ganz legal.
Wer die Azoren mit dem Fahrrad abklappern will, sollte einberechnen, dass manche Inseln sehr steil und zerklüftet sind und die Mietfahrräder in der Regel nicht von bester Qualität.
Autostopp: Ausserhalb relativ dicht besiedelter Gebiete wie etwa um Ponta Delgada in der Regel kein Problem; vor allem dort, wo keine oder nur wenige Busse fahren. Auf wenig befahrenen Strassen halten die Autofahrer sogar an und bieten eine Mitfahrt an, ohne dass man den Daumen rausstreckt.
Eine echte Alternative sind auch die Taxis: Diese sind relativ günstig, dass sie sich in Einzelfällen durchaus als Ersatz zum Bus anbieten. Wer auf seiner Reise nicht gerade jeden Euro umdrehen muss und mit mehreren Leuten zusammen ist, dem empfiehlt sich auch eine Inselrundfahrt mit Privatchauffeur. Es gibt Taxibetreiber, die sich auf solche Inselrundfahrten spezialisiert haben.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
- Ponta dos Capelinhos. Die Ponta dos Capelinhos, im Volksmund "Capelinho", ist sicherlich eine der spannendsten Gegenden der ganzen Azoren: 1957 begann das Meer vor dem Dörfchen Capelos plötzlich zu dampfen, und ein Vulkan stieg aus dem Wasser. Innerhalb von etwas über einem Jahr wuchs die Insel auf 2,4 km² an und verband sich mit der Hauptinsel. Das Ganze ist in einem kleinen Museum in Capelos in einer imposanten Fotoausstellung dokumentiert. Der recht hohen und ziemlich steilen neuen Berge sind praktisch vollständig begehbar. Sie sind bis heute noch weitgehend unbewachsen und erinnern an eine Mondlandschaft, allerdings mit Aussicht aufs Meer.
[Bearbeiten] Aktivitäten
[Bearbeiten] Küche
[Bearbeiten] Nachtleben
[Bearbeiten] Unterkunft
Trotz flauem Touristenaufkommen gibt es auch auf den Azoren Hotels, die allerdings oft teure bis horrende Übernachtungspreise verlangen.
Viel günstiger und wohl mindestens ebenso gut logiert es sich in den zahlreichen Privatpensionen, die es auf den Azoren durchaus gibt. Wenn der Reiseführer gerade keine weiß: einfach irgendwo fragen!
Es ist - jedenfalls gemäß dem Reiseführer vom Michael-Müller-Verlag - auf allen Inseln erlaubt, wild zu campieren. Offizielle Campingplätze sind eher dünn gesät und sind meistens nur während der Saison geöffnet. Falls ein Platz geschlossen sein sollte, könnte es sich lohnen, trotzdem vorbeizuschauen, denn auf den Azoren wird sehr vieles unbürokratisch und unkompliziert gehandhabt. Etwa in Urzelina (São Jorge), wo es sein kann, dass der während der Wintersaison eigentlich geschlossene Campingplatz das Tor trotzdem geöffnet hält und die sanitären Anlagen (außer Warmwasser) in Betrieb sind.

