Australien
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Australien ist der kleinste Kontinent der Erde. Australien wird zu Ozeanien gezählt. Die Hauptstadt ist Canberra, die größte Stadt ist Sydney.
| Lage
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| Flagge
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| Kurzdaten | |
| Hauptstadt: | Canberra |
|---|---|
| Staatsform: | Parlamentarische Monarchie |
| Währung: | Australischer Dollar (AUD) |
| Fläche: | 7,69 Mio km² |
| Bevölkerung: | 20,5 Mio |
| Sprachen: | Englisch |
| Religionen: | Anglikanisch 26,1 %, Römisch Katholisch 26 %, andere Christen 24,3 % |
| Telefonvorwahl: | +61 |
| Internet TLD: | .au |
| Zeitzone: | UTC +8 bis +11 |
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Regionen
Australien ist in sechs Bundesstaaten und zwei Territorien gegliedert.
- Bundesstaaten:
- Territorien:
- A.C.T. - Australian Capital Territory, mit der Hauptstadt Canberra
- Northern Territory, welches aufgrund der geringen Bevölkerung keinen eigenen Bundesstaat bildet.
Australien besitzt außerdem eine Reihe von Inselterritorien im Indischen und Pazifischen Ozean.
- Inseln:
- Ashmore- und Cartierinseln
- Weihnachtsinsel
- Kokosinseln
- Korallenseeinseln
- Heard und McDonaldinseln
- Lord Howe Insel
- Norfolk Insel
- Macquarie Insel
Zusätzlich unterhält Australien Stützpunkte in der Antarktis.
[Bearbeiten] Städte
- Hauptstädte
- weitere touristisch interessante Städte
[Bearbeiten] Weitere Ziele
- Nationalparks:
[Bearbeiten] Hintergrund
[Bearbeiten] Einreisebestimmungen
[Bearbeiten] Visum
Für die Einreise nach Australien benötigt man in jedem Falle ein Visum. Für einen Urlaubsaufenthalt bis zu drei Monaten kann dieses für EU-Bürger problemlos im Internet beantragt werden. Seit 27. Oktober 2008 löst hierbei das eVisitor-System das bisherige ETA-System ab, bereits ausgestelllte ETAs behalten ihre Gültigkeit. Das neue System ist im Gegensatz zum vorherigen kostenfrei. Über weitere Visa informiert die australische Botschaft in Deutschland - für junge Menschen bis 30 Jahre, die eine längere Reise mit gelegentlicher Arbeit verbinden wollen kommt vor allem das Visum Working Holiday Maker (subclass 417) in Betracht.
[Bearbeiten] Deklaration bei Einreise
Um die Einfuhr unerwünschter Krankheiten, aber auch unerwünschter Pflanzensamen oder Insekten und anderer Tiere zu verhindern gelten für Australien umfangreiche Einfuhrbeschränkungen, die auf der Homepage des DAFF (Department of Agriculture, Fisheries and Forestry) nachzulesen sind. Bei Einreise muss eine Deklarationskarte ausgefüllt werden.
[Bearbeiten] Anreise
[Bearbeiten] Flugzeug
Von Deutschland aus gibt es zwei grundsätzliche Wege nach Australien. Entweder über einen Zwischenstopp in Asien (Bangkok, Singapore, Hongkong etc.), Vereinigte Arabische Emirate (Dubai) oder über Nordamerika. Eine sorgfältige Auswahl der Strecke kann die Flugzeit reduzieren, doch weniger als 23 Stunden Reisezeit wird es nicht werden. Zwischenstopps werden von fast allen Fluggesellschaften angeboten und stellen eine gute Möglichkeit dar, die An- bzw. Abreise angenehmer zu gestalten.
Die grössten australischen Flughäfen (Sydney, Melbourne, Adelaide, Brisbaine, Perth und Cairns) sind von Deutschland aus mit einmaligen Umsteigen gut zu erreichen. Wegen der oft langwierigen Einreiseformalitäten sollte man einen knappen Anschlussflug vermeiden.
[Bearbeiten] Schiff
[Bearbeiten] Mobilität
[Bearbeiten] Bus
Neben Billigflieger sind Überlandbusse eine preiswerte Möglichkeit, die grossen Entfernung gut zu überwinden. Die meisten Städte sind gut mit Busverbindungen erschlossen. Man kann jedes touristische Highlight - sowie erstaunlich abgelegene und unspannende Orte - problemlos mit gut organisierten Überlandbussen (Greyhound, etc. - Preise vergleichen lohnt sich!) erreichen. Innerhalb der grossen Städte ist ein eigener PKW oftmals eher anstrengend und durch die sehr guten und günstigen öffentlichen Verkehrsmittel überflüssig. Die kleineren Städte sind so klein, dass man kein Verkehrsmittel benötigt, es sei denn, um diese wieder zu verlassen. Dennoch sind viele Orte nicht mit den Überlandbussen zu erreichen und die Ostküste ist viel besser erschlossen als die Westküste.
Ein Expressbus fährt täglich von Sydney nach Port Macquarie und Ballina. Es verkehren natürlich auch mehrere Überlandlinien von Brisbane aus. Es sind, wie schon erwähnt, keine Zwischenstops in NSW möglich, wenn die Fahrt dort irgendwo beginnt!
[Bearbeiten] Auto
Um Australien in seiner Komplexität und seinem eigenen Rhythmus zu erleben, bietet es sich an, ein Auto zu mieten. Ob einen PKW oder einen Campervan, Australien ist das Land des fahrbaren Untersatzes. Es gibt für jeden Geschmack ein Mobil und das zu angemessenen Konditionen. Oftmals eröffnen sich sehr gute Angebot-Pakete bereits beim Buchen des Fluges. Die Benzinpreise sind moderat, wenn auch mit hohen regionalen Schwankungen versehen. In abgelegenen Gegenden muss man schon mal tief in die Tasche greifen. Auch die Tankstellendichte ist in dünn besiedelten Gebieten bisweilen bedrohlich gering! Vor einer längeren Strecke ohne Tankmöglichkeit werden Sie von offiziellen Schildern darauf hingewiesen, wie lange der Weg bis zur nächsten Tankstelle ist und Ihnen empfohlen umzudrehen oder über genügend Reserven zu verfügen. Mit der Hilfe von anliegenden Farmen bei Treibstoffmangel ist mit unter nicht zurechnen, da diese meist häufiger durch Touristen, die die Warnschilder nicht wahrgenommen haben gestört worden sind. In Australien herrscht Linksverkehr. Die Straßenverkehrsordnung, wie auch die Beschilderung ist intuitiv zu nutzen und stellt für den gemeinen Europäer kein Problem dar. Eine Kuriosität gibt es: in Melbourne muss man sich gelegentlich, um rechts abzubiegen, links einordnen! - Ein verwirrungstiftendes Element, nicht nur für Ausländer. Die Distanzen sind enorm. Der Blick auf eine australische Straßenkarte weckt den Drang nach einem kleineren Maßstab, die Wahrheit jedoch ist: mehr Straßen gibt es nicht. Man kann Australien auf Asphaltstraßen bereisen und viele Eindrücke sammeln. Viele Autovermietungsgesellschaften machen dies sogar zur Auflage. Die auf dem Mietvertrag befindliche Empfehlung, das KFZ nach Einbruch der Dunkelheit in abgelegenen Regionen nicht mehr zufahren sollte dringend befolgt werden, da in den frühen Abendstunden bis zum Morgengrauen immense Wildtiere die Strasse kreuzen. Nur bei trockenem Wetter lohnt es sich, auch mal rechts und links der großen Highways auf den roten Gravel Roads zu streunen, eine der zahlreichen Feuerstellen zu nutzen und zu verweilen. Da schon geringer Niederschlag ausreicht um die schönen roten Straßen in unpassierbare, rutschige Schlammtracks zu verwandeln, die nur noch mit 4x4 Fahrzeugen befahren werden können.
- TCC Travelcar Center - Geführt von zwei Schweizern, die sich in Australien niedergelassen haben. Hauptsitz in Sydney. Toller Service. Man spricht Deutsch.
- World Wide Wheels - Schweizer Firma, die weltweit Autos und Camper vermietet.
[Bearbeiten] Flugzeug
In Australien gibt es neben der australischen Airline Qantas zwei grosse Billigflieger:
- Qantas ist der "Flag carrier" von Australien und nach der Pleite von Ansett, die einzige internationale Fluggesellschaft Australiens. Bietet bei Abflügen aus Europa Pakete an, bei dem Inlandsflüge sehr günstig als Kupons dazu erwerben kann. Qantas ist Teil der Allianz Oneworld und bietet viele Flüge in Kooperation mit British Airways an.
- Jetstar ist eine Tochtergesellschaft von Qantas und bietet eine grosse Vielfalt von Strecken in Australien an.
- Virgin Blue gehört zur Virgin Gruppe von Richard Branson und bietet sogar Flüge nach Neuseeland und in die Südsee an
[Bearbeiten] Sprache
Die Landessprache ist Englisch. Australier sprechen ein, für Europäer manchmal seltsam klingendes Englisch, das Aussi Strine. Je weiter im Landesinneren desto mehr wird genuschelt. Nun noch ein paar wirklich wichtige Aussi Wörter:
- Mate -> Kumpel oder Kollege, wird für beide Geschlechter gebraucht, jedoch häufiger für Männer.
- stubbie -> eine Flasche Bier, wird immer sehr kalt getrunken. Bier ist das australische Nationalgetränk.
- G'day -> Guten Tag, wird immer zur Begrüßung genuschelt.
[Bearbeiten] Einkaufen
Es gibt keine geregelten Öffnungszeiten. Jeder kann also sein Geschäft öffnen, wie's gefällt. Allerdings, kann man dadurch nie sicher sein, ob man nicht vor verschlossenen Türen stehen wird. Kaufhäuser haben im Regelfall Mo-So bis 17:00 Uhr geöffnet außer an hohen Feiertagen.
- Beliebte Souvenirs sind von Aborigines gefertigte Gegenstände wie Schnitzereien und Didjeridoos. Leider fehlt bei einigen dieser Gegenstände, vornehmlich in touristischen Zentren angeboten, die Beschriftung made in Asia. Es gibt aber auch Läden, bei denen erkenntlich ist, dass sie ihre Waren nur von einheimischen Künstlern beziehen.
- Australien ist das Land der Opale. Echte Steine sind nicht billig, wohl auch nicht viel billiger als in Europa, aber man findet eine riesige Auswahl wie sonst nirgendwo. Auch das Ansehen lohnt sich. Der Unterschied zwischen schwarzen und weißen Opalen ist im übrigen weniger die Farbe des Schmuckstücks als die Farbe der Grundsubstanz.
[Bearbeiten] Küche
Australien ist ein klassisches Einwanderungsland und die Küche von vielen Einflüssen geprägt. Eine traditionelle australische Küche gibt es nur begrenzt. Ganz klassisch kommt Fleisch (v.a. Rind und Lamm) auf den Tisch mit Veggies (in salzlosem Wasser gegartem Gemüse).
Ganz wichtig (und typisch Oz) sind Barbies (BBQ's) am Strand oder auch sonst überall. An (fast) jedem Parkplatz/ in jedem Park findet man neben Sitzbänken auch (in der Regel) kostenfreie Grillmöglichkeiten.
Gut zu wissen: Australier essen praktisch salzlos. Also immer ein wenig Salz dabei haben...
Typisch australische Genüsse:
" Vegemite" ist ein sehr bekannter Brotaufstrich (das britische Pendant ist Marmite), den man in Australien häufig auf Toast isst. Er ist schwarz, geschmacksintensiv, salzig und sehr gewöhnungsbedürftig. " Billy Tea" besteht aus einer Handvoll Teeblätter, welche in einem schwarzen Billy (Eimer) direkt auf dem Feuer erwärmt und danach am Henkel geschleudert werden. " Pavlova" ist ein Dessert aus Baisers. " Meat Pies" sind kleine Pasteten, die mit verschiedenen Dingen gefüllt werden (z.B. Lamm-Minze), das Innere ist meist zu heiß und ziemlich klebrig. " Beetroot", Rote Beete ist ziemlich beliebt und findet sogar auf jedem Burger Platz.
Den Briten sei Dank, auch in Australien wird Tee sehr geschätzt. Man findet immer wieder kleine Teahouses, welche Devonshire Tea und Scones anbieten.
Kleine Anekdote: Burger King ist in Australien zwar vertreten, firmiert allerdings unter dem Namen Hungry Jacks, nachdem seinerzeit die Rechte an dem Namen in Australien schon durch einen kleinen Takeaway in Queensland belegt waren.
Auswärts essen: Da viele Restaurants keine Lizenz für den Alkoholausschank haben, ist BYO angesagt. Bring Your Own, d.h. die Gäste bringen ihre alkoholischen Getränke selber mit (vorher im Bottle Shop besorgen) und zahlen dafür ein kleines Korkgeld an den Kellner.
Die Wechselrate in der Gastronomie ist sehr hoch und am besten man fragt vor Ort im Hostel/ Hotel nach Empfehlungen.
[Bearbeiten] Ausgehen
Australier gehen nach der Arbeit gerne auf ein Bier oder ein Glas Wein in eine Bar. In vielen Städten gibt es Partygegenden. Eine australische Besonderheit sind die Lokale, die in ihrem Aushang auf BYO hinweisen: Bring Your own. Diese Lokale haben keine Lizenz zum Ausschank von Alkoholika. Wer zum Essen dennoch ein Glas Wein trinken möchte, kauft im Laden daneben (wie praktisch) eine Flasche Wein, gegen eine Gebühr wird dann im Lokal die Flasche entkorkt und man bekommt Gläser. Vornehmlich praktiziert in kleineren Restaurants.
- Sydney Seit der Olympiade ist Darling Harbor zu einem Ausgehviertel ausgebaut worden. Dort gibt es Bars, Clubs und Kneipen. Kings Cross ist das andere Amüsierviertel. Dieses ist teilweise recht herunter gekommen und wird gerade saniert. Der Einfluss des Rotlichtviertels ist sichtbar, auch wenn die Polizei angefangen hat, die Gegend stärker zu kontrollieren. Am Wochenende ist in beiden Gegenden sehr viel los.
- Melbourne sieht sich als kulinarische und kulturelle Hauptstadt Australiens. Restaurants sind in der ganzen Woche gut besucht. Ausgehen gehört zum Lebensstil. In den Clubs wird vor allem europäische und landeseigene Musik gespielt.
- Alice Springs Ein Wüstenkaff, dass voll von Touristen ist. Boyangles ist die grösste und beliebteste Bar. Eigentlich ist fast jeden Abend etwas los, da viele Touren in Alice starten oder enden.
- Adelaide Die Stadt der Kirchen hat in der Rundle Street auch ein sehr lebhaftes Ausgehgebiet. In der Nähe der Uni ist zum WE hin auch viel los.
[Bearbeiten] Unterkunft
Man kann in Australien sehr günstig in sogenannten Hostels für Backpacker übernachten. Manche davon sind dem Internationalen Jugendherbergsverband angeschlossen (wer eine Mitgliedskarte vom DJH hat bekommt in eben diesen Hostels sogar noch Vergünstigungen). Australien ist super auf den Rucksacktourismus eingestellt. Wer also keine hohen Ansprüche hat und gerne Menschen verschiedener Nationalitäten und Altersklassen kennenlernen möchte, ist in den Hostels gut aufgehoben. Wer mit dem Zelt oder Camper unterwegs ist, findet in ganz Australien gute und saubere Zeltplätze und Caravan Parks zu günstigen Preisen, meist sogar einiges günstiger als Hotels. Die meisten Plätze haben auch eine Gemeinschaftsküche, Camp Kitchen, immer überdacht, aber meistens draussen. Wer Zeltplätze auch ohne eigenes Zelt oder Camper benutzen möchte, kann fast auf jedem Campingplatz sogenannte Cabins oder Onsitevans mieten. Beide sind mit eigener Küche, inkl. Kochutensilien und Geschirr, ausgerüstet. Daher auch für Backpacker mit eigenem Auto geeignet. Besonders empfehlenswert ist die Big4 Campingplatzkette.
[Bearbeiten] Arbeiten
Australien hat sehr strenge Einreisebestimmungen. Ein Touristenvisum berechtigt nicht zur Arbeitsaufnahme. Wenn man beabsichtigt längere Zeit in Australien zu verbringen, sollte man ein Working Holiday-Visum beantragen, das zur Arbeitsaufnahme mit einigen Bedingungen und dem Aufenthalt für ein Jahr berechtigt. Aufgrund der guten Situation der Wirtschaft sucht Australien viele qualifizierte Arbeitnehmer. Für Details ist es am besten auf die Homepage der australischen Botschaft zu gehen, denn hier wird genau beschrieben unter welchen Voraussetzungen Arbeiten in Australien möglich ist.
[Bearbeiten] Feiertage
[Bearbeiten] Sicherheit
Man kann sich in Australien sehr sicher fühlen. Wildes Campen ist erlaubt und ungefährlich. Misstrauen neugierigen Australiern gegenüber ist unangemessen, die Australier sind so. In den Städten ist die Kriminalität höher, wie überall, aber vergleichsweise gering. An touristischen Plätzen ist allerdings Vorsicht geboten. Hier werden bisweilen Autos aufgebrochen und nach Bier durchsucht.
[Bearbeiten] Gesund bleiben
Australien ist ein Land mit vielen giftigen Tieren, denen man aber mit einem umsichtigen Verhalten aus dem Weg gehen kann. Wichtigste Regel ist, Kontakt mit unbekannten Tieren zu vermeiden und sich ruhig zu bewegen, damit sich Schlangen oder ähnliche Tiere nicht angegriffen fühlen. Trotz allem ist die Gefahr, im Straßenverkehr verletzt oder getötet zu werden, um Größenordnungen höher, als unangenehme Bekanntschaft mit der australischen Fauna zu machen.
- Giftige Tiere: Um gesund zu bleiben, sollte man sich darüber im Klaren sein, dass die meisten giftigen Tiere dieser Erde in Australien beheimatet sind. Von den 15 giftigsten Schlangen der Welt leben 14 in Australien. Ein paar einfache Faustregeln zu beachten schadet darum nicht:
- Querfeldein durch den Busch bewegt man sich möglichst laut, dann sieht man zwar nicht viele Schlangen, wird aber auch nicht gebissen. Lange Hosen und festes Schuhwerk können schützen. Wenn man eine Schlange überrascht: Sofort anhalten und langsam den Rückzug antreten. In den meisten Fällen gucken sich beide Seiten gleich erschreckt an.
- Beim Holzsammeln nicht beherzt in die Scheite greifen, immer zuerst gegen das Holz treten, damit die Spinnen die Möglichkeit zur Flucht haben. Die hochgiftige 'Redback' sitzt gerne unter Gegenständen. Ein weiteres Muss ist das Kontrollieren des Toilettensitzes. Zur Ausstattung vieler Campgrounds gehören Chemie-Toiletten oder Plumpsklos. Unter der Klobrille findet man manchmal die 'White Tail', deren Gift für den Fall, dass man dagegen allergisch ist, ebenfalls lebensbedrohlich sein kann. Auch die Sitze der öffentlichen Toiletten checken, die 'White Tail' ist nicht nur draußen zugegen. Der Biss des Funnel-Web Spiders kann unter Umständen tödlich sein.
- Vor dem Schwimmen und Schnorcheln erkundigen, was in diesem Gewässer für Tiere beheimatet sind. Schilder, die vor 'Steinfischen', 'Krokodilen', 'Haien', 'Quallen' etc. warnen, muss man ernst nehmen. Insbesondere:
- Krokodile: Es gibt in Australien Süsswasserkrokodile und Salzwasserkrokodile ("Salties"). Süßwasserkrokodile sind nach australischen Maßstäben harmlos - angeblich baden Australier in Gewässern, in denen Süßwasserkrokodile leben. Zur Nachahmung ist dies sicher nicht empfohlen. Mit den Salzwasserkrokodilen ist definitiv nicht zu spaßen. Sie sind große, massige Kampfmaschinen. Auch wenn der Name nicht darauf hin deutet, sind Salzwasserkrokodile durchaus auch im Süßwasser anzutreffen. Es kann nicht deutlich genug darauf hingewiesen werden, dass Warnschilder und Hinweise Einheimischer unbedingt zu beachten sind!
- Quallen: Bekanntester und gefährlichster Vertreter ist die Würfelqualle (Box Jellyfish). Diese Qualle ist genauso klein wie giftig. Es ist ein fataler Fehler anzunehmen, eine überstandene Berührung einer nordeuropäischen Feuerqualle bedeute, dass eine kleine Würfelqualle auch kein ernstes Problem sein kann. Eine Berührung einer einzigen Würfelqualle soll die Hölle sein und kann schnell zu Kreislaufversagen führen. Nesselfäden auf der Haut dürfen nicht berührt oder entfernt werden. Einzige Linderung ist Essig.
- Kegelschnecke: Hübsche, am Strand liegende Kegelschnecken sollte man liegen lassen. Kegelschnecken verfügen über einen giftspritzenden Tentakel mit dem sie normalerweise Beute jagen. Dieser Tentakel wird aber auch zur Verteidigung eingesetzt - mit fatalen Folgen für den neugierigen Touristen.
- Immer gut auf die Einheimischen hören und sich daran halten, dann passiert auch nichts. Überängstlichkeit schadet mehr als dass sie nützt.
- Unterwegs in der Natur: Da die Natur Australiens Fehler weniger verzeiht, als man aus Europa gewohnt ist, sind einige Grundregeln zu beachten. Man sollte speziell im Outback nie alleine unterwegs sein. Jenseits der Ballungszentren ist die Bevölkerungsdichte sehr gering. Ein Reisepartner, der Hilfe holen kann, kann Leben retten. Als Absicherung kann man auch eine Funkausrüstung (lizenzpflichtiger Amateurfunk, o. ä.) mit sich führen. Ein Handy nützt wegen fehlender Netzabdeckung im Outback nichts. Folgendes ist insbesondere zu beachten:
- Sonne: In Australien legen sich nur Touristen in die Sonne. Der in Europa so sehr geschätzte 'Teint' findet dort keine Freunde. Die Sonne ist selbst bei starker Bewölkung nicht zu unterschätzen. Man sollte dringend darauf achten, eine Kopfbedeckung zu tragen, die Augen ausreichend zu schützen und langärmelige Oberteile zu tragen.
- Dehydrierung: Unterwegs sollte man stets darauf achten, genügend Trinkwasser dabei zu haben. Die Entfernungen sind groß und der Weg zum nächsten Kiosk oder "Brunnen" wird in der Regel unterschätzt. An den großen Highways in trockenen Gegenden wird Trinkwasser für Notfälle bereitgestellt. In Südaustralien befindet sich dieses in grünen, litfaßsäulenähnlichen Behältern, ansonsten findet man Wasser in den üblichen Tanks.
- Aussichtspunkte: In vielen Regionen Australiens sind Aussichtspunkte nicht in dem Maße abgesichert, wie der gemeine Europäer es gewohnt ist. Brüchige Steilklippen oder Höhlen sind oftmals weder gesichert noch durch Warnschilder gekennzeichnet und für jedermann zugänglich. Gesunder Menschenverstand im Umgang mit Risiken und Naturgewalten sowie der eigenen Leistungsfähigkeit sind hier geboten.
- Medizinische Versorgung: Falls man doch einmal das Pech hat und medizinische Versorgung benötigt, ist man in Australien gut aufgehoben. Die Versorgung ist 'gut und bezahlbar'. In kleineren Orten findet man "Praktische Ärzte". In den Städten gibt es Krankenhäuser, die mit allen modernen Geräten ausgestattet sind. Der australische Allgemeinmediziner verfügt nicht über die für den Deutschen gewohnte Geräte-Ausstattung. Für eine Ultraschall-Untersuchung beispielsweise muss man in ein Krankenhaus. Dadurch bleiben die anfallenden Kosten überschaubar.
[Bearbeiten] Klima
Auf der südlichen Halbkugel verlaufen die Jahreszeiten genau anderes herum als in Europa. So fällt der Winter auf unsere Sommerzeit und umgekehrt. Das Frühjahr kann jedoch in weiten Teilen des Landes weitaus größere Temperaturschwankungen als in Mitteleuropa mit sich bringen, so sind im Oktober/November sowohl Nachttemperaturen bis nahe an den Gefrierpunkt, als auch Temperaturen deutlich über 30 Grad Celsius möglich. Allergiker müssen beachten, das natürlich auch die Allergiezeiten entsprechend umgekehrt sind und sich demententsprechend ggf. mit Medikamenten ausrüsten.
[Bearbeiten] Respekt
- Wasser: Australien ist ein sehr trockenes Land, der Wassermangel hat in den letzten Jahre durch den Klimawandel rasant an Dramatik zugenommen. Respektiere die örtlichen "Wasserrestriktionen" und verschwende kein Wasser. Nicht zu lange Duschen, beim Rasieren Wasser nicht laufen lassen, zum Waschen des Autos einen Eimer und Schwamm benutzen usw..
[Bearbeiten] Post und Telekommunikation
In jeder größeren Stadt gibt es Internet-Cafés. Die Handy-Provider in Australien verwenden in den stark besiedelten Küstenregionen den GSM-Standard, weshalb europäische Mobiltelefone dort funktionieren. Weiter im Landesinneren ist allerdings das Telefonieren nur mit speziellen CDMA-Mobiltelefonen möglich, die nur von Telstra angeboten werden. Die Roaminggebühren sind hoch, aber grundsätzlich sind die Kosten für SMS vertretbar. Für längere Aufenthalte empfiehlt sich der Kauf einer australischen Prepaid-Karte um die Kosten zu reduzieren.
[Bearbeiten] Klarkommen
[Bearbeiten] Medien
Wer die englische Sprache einigermassen beherrscht kann sich in den australischen Zeitungen und Fernsehsendern recht gut informieren. Informationen über Deutschland spielen allerdings so gut wie keine Rolle, hier kann vor allem das Internet hilfreich sein. Deutsche Tageszeitungen sind praktisch nirgendwo erhältlich, es gibt allerdings eine deutschsprachige Wochenzeitung Die Woche, in der einige wichtige Wochenereignisse meist nach dpa-Meldungen aufgearbeitet werden, ausserdem erfährt man alles über die deutschen Communities in Australien. Der Fernsehsender SBS bringt mehrmals in der Woche morgens die deutschen Nachrichten der Deutschen Welle und am frühen Abend die englischen Nachrichten der Deutschen Welle, ausserdem auch immer wieder Liveübertragungen aus der Champions League.
[Bearbeiten] Literatur
[Bearbeiten] Weblinks
- Fremdenverkehrsamt-Adressen aller australischen Bundesstaaten


