Asyūṭ
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Asyut (arabisch: أسيوط, Asyūṭ, auch Assiut oder Siyut, altägyptisch Zawtj, griech. Lykopolis) ist eine Stadt in Mittelägypten (Ägypten) mit 395.500 Einwohnern (2008) und Hauptstadt des gleichnamigen Gouvernements. Asyūṭ liegt 375 km südlich von Kairo auf dem westlichen Nilufer. Die Stadt ist wichtiger Verkehrsknotenpunkt für Fahren in das Neue Tal in der Libyschen Wüste.
| Kurzdaten | |
| Staat: | Ägypten (Miṣr) |
|---|---|
| Name: | أسيوط / Asyūṭ |
| Funktion: | Hauptstadt eines Gouvernements |
| Gouvernement: | أسيوط / Asyūṭ |
| Fläche: | |
| Einwohner: | 343.500 (1996) |
| Höhe: | |
| Währung: | Ägyptisches Pfund (EGP) |
| Postleitzahlen: | 71xxx |
| Telefonvorwahl: | (+20) 088 |
| Kfz-Kennzeichen: | ET, AST |
| Entfernungen | |
| Kairo: | 375 km |
| el-Minyā: | 125 km |
| Luxor: | 305 km |
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Hintergrund
[Bearbeiten] Lage, Bevölkerung und politische Bedeutung
Die Stadt Asyut befindet sich auf dem westlichen Nilufer 375 km südlich von Kairo, 125 km südlich von el-Minyā, 100 km nördlich von Sōhāg und 305 km nördlich von Luxor entfernt.
Die Lage war in der Antike strategisch wichtig. 30 km südlich der Stadt sperrt der Gebel el-Fōda das gesamte Ostufer ab, und das Niltal an der Stelle von Asyut ist nur etwa 20 km breit.
Zudem beginnt in Asyut eine der bedeutendsten antiken Karawanenstraßen, der . Diese Route führt durch die Senke el-Chārga bis nach Dār Fūr im heutigen Sudan. Nach ca. 40 km zweigt vom Darb el-Arba'īn eine Route ab, die zum führt, der seinen Ausgangspunkt in Manfalūṭ besitzt. Über die letztgenannte Route gelangt man nach Balat, von dieser wiederum zweigt etwa 75 km vor Balat der nach Qaṣr ed-Dāchla ab. Beide Orte gehören zur Senke ed-Dāchla.
Seit 1875 ist die Stadt an das Eisenbahnnetz angebunden.
Die Bevölkerungsanzahl nahm stetig, besonders stark aber in den letzten 40 Jahren zu. Sie betrug 1876 28.000 Einwohner, 42.000 vor dem ersten Weltkrieg, 1928 dann 51.431 und 1960 schließlich 120.000. Für 1996 ergab sich die Einwohnerzahl zu 343.500, 2008 zu 395.000.[1] Asyut ist eine der Städte mit dem höchsten Anteil an koptischen Christen.
Die Stadt trat in der Vergangenheit nur gelegentlich hervor. Sie ist im alten Ägypten die Hauptstadt des 13. oberägyptischen Gaus („Vorderer Sykomorengau“). In islamischer Zeit ist sie zuerst Bezirkshauptstadt, heutzutage die Hauptstadt des gleichnamigen Gouvernements.
[Bearbeiten] Wortherkunft
Die heutige Bezeichnung leitet sich von der altägyptischen Bezeichnung Z3wt(j), in griechisch-römischer Zeit auch Z3w.dj genannt, ab, das Wache oder Wächter bedeutet und Bezug auf seine strategische Lage nimmt. Die Assyrer nannten diese Stadt Šijāutu. Die Griechen nannten diese Stadt zudem Λύκων πόλις (Lúkōn pólis, Lykopolis, „Wolfsstadt“) nach der hier verehrten Gottheit Upuaut (Wepwawet).
In koptischer Zeit wurde die Stadt ⲤⲒⲞⲞⲨⲦ, Siout, oder ⲤⲒⲰⲞⲨⲦ genannt, aus der die hocharabische Bezeichnung أسيوط, Usyūṭ entstand. Erst im 15. Jahrhundert setzte sich die umgangssprachliche Nennung Asyūṭ durch.
[Bearbeiten] Pharaonische Geschichte
Der 13. oberägyptische Gau, dessen Hauptstadt Zawtj war, ist zwar seit dem König Snofru aus der 4. Dynastie belegt, die Stadt trat aber erst in der Zeit der Neuordnung Ägyptens nach dem Zusammenbruch der Zentralregierung aus der Zeit des Alten Reichs hervor und verfügt aus dieser Zeit auch über archäologische Belege. Sie gehört in der 9./ 10. Dynastie zum Einflussbereich der Herakleopoliten, den Gaufürsten des 20. oberägyptischen Gaus, mit denen die hiesigen Gaufürsten wohl auch verwandt waren. Die Inhaber der hiesigen Gaufürstengräber Jtj-jb-j (Tefib), Cheti II. und Cheti I. berichten in ihren Biografien über Kämpfe mit dem südlichen Nachbargau Theben. Nach anfänglichen Erfolgen fällt aber Zawtj schlussendlich in den Machtbereich der Thebaner.
Zu den bedeutendsten Denkmälern aus dieser Zeit zählen die Gaufürstengräber im Westen des heutigen Asyut am Kalksteinhügel Isṭabl ʿAntār (nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Stätte südlich von Beni Hasan). Die ursprünglich von Griffith postulierte zeitliche Reihung – sie entspricht ihrer geografischen Reihung von Süd nach Nord – Jtj-jb-j (Grab 3), Cheti II. (Grab 4) und Cheti I. (Grab 5) wird heutzutage wieder als korrekt angesehen.[2] Das Grab Chetis II. ist für seine Darstellungen von Polizeitruppen berühmt („Soldatengrab“). Neben diesen Bestattungen wurden zahlreiche Funde von Särgen und Bestattungen dokumentiert, die ebenfalls aus dieser Zeit stammen.
In die Zeit Ende der 11. Dynastie/ Anfang der 12. Dynastie fällt das 1894 entdeckte Grab des Bürgermeisters und Prophetenvorstehers des Upuaut, Mesehti. Zu den Grabfunden gehören zwei Sarkophage, eine Alabasterstatue und die Modelle mit je vierzig nubischen Bogenschützen und ägyptischen Lanzenkämpfern, die heute im Ägyptischen Museum zu Kairo ausgestellt sind.
Im Mittleren Reich spielte die Stadt keine politische Rolle. Aus dem Mittleren Reich stammen die Gräber der Gaufürsten Hepdjefa I., Hepdjefa II. und Hepdjefa III., die sich ebenfalls auf dem Gräberberg befinden. Insbesondere das Grab des Hepdjefa I. erlangte Berühmtheit. Der während der Zeit Sesostris’ I. lebende Gaufürst lässt in seinem Grab den Text von zehn Verträgen anbringen, die seinen Totenkult absichern sollen. Im Grab des Hepdjefa III. („Salachana-Grab“) wurden 600 Stelen, darunter zahlreiche Votivstelen für die hier verehrten Götter, Papyri und Wolfsmumien gefunden.
In der Zweiten Zwischenzeit erlangte die Stadt eine gewisse Selbständigkeit. Am Ende der Zweiten Zwischenzeit wird die Stadt im Rahmen der Feldzüge des Königs Kamose (17. Dynastie) erwähnt.
Aus dem Neuen Reich gibt es keine archäologischen Belege. Die Stadt wird noch im thebanischen Grab des Wesirs Rechmire (TT 100) aus der Zeit Thutmosis’ III. im Zusammenhang mit Tributzahlungen an Theben erwähnt. Grabfunde belegen, dass die hiesigen Gräber in der Spätzeit und in griechisch-römischer Zeit wiederverwendet wurden. Aus dieser Zeit stammen auch Papyrusfunde.
In dieser Stadt wurden mehrere Götter verehrt. Der bedeutendste ist der meist schakal- oder hundsköpfig dargestellte Totengott Upuaut (auch Wepwawet, der „Wegeöffner“), Herr von Asyut, dem zu Ehren auch ein Tempel errichtet wurde. Von diesem Gott, der von den Griechen fälschlicherweise als Wolf angesehen wurde, wurde der griechische Name der Stadt Lykopolis abgeleitet. Im engen Zusammenhang mit ihm steht der Totengott Anubis (von Raqereret), der in der benachbarten Nekropole verehrt wurde. Weitere verehrte Gottheiten sind Osiris (Herr von Asyut), Hathor, Herrin von Medjedni, bzw. Isis, Herrin von Medjedni (sie gilt als Mutter des Upuaut), Hereret, Amun-Re, Ptah und Thot.
Der oder die Tempel lagen wohl in der Stadt selbst, sind aber bis heute archäologisch nicht nachgewiesen worden. Es ist bekannt, dass ein Tempel für Upuaut unter Thutmosis III. errichtet wurde und dass Ramses III. einen Tempel für Upuaut restaurieren und zwei Totentempel für sich errichten ließ (Papyrus Harris).
[Bearbeiten] Geschichte seit der Zeitenwende
Die Geschichte der letzten beiden Jahrtausende ist nur bruchstückhaft überliefert.
Die Stadt ist der Geburtsort des Plotinus (205 – 270 in Kampanien), des Begründers der neuplatonischen Philosophieschule. Er ist wohl der bedeutendste Sohn dieser Stadt.
Die Stadt ist in römischer und byzantinischer Zeit eines der bedeutendsten Zentren der koptischen Christen. Sie lebten hier mindestens seit der Zeit der Diokletianischen Christenverfolgung. Zu den hiesigen Martyrern zählen die hl. Thekla und Phoibammon.
Die Stadt ist Geburts- und Wirkungsstätte wichtiger Heiliger, so z.B. Victor von Schu, der hl. Claudius von Antiochien und Johannes von Lykopolis (320 – 395). Von letzterem, der als Asket etwa fünf Jahrzehnte in einer Zelle des Gräberberges lebte, wurde berichtet, dass er nur über ein Fenster mit der Außenwelt kommuniziere. Er war als Weissager sehr geschätzt. Seine berühmteste Weissagung betraf den Sieg des Kaisers Theodosius I. über seinen Widersacher Eugenius im Jahr 394.
Asyut ist schon früh Bischofssitz. Zu den frühen Bischöfen gehören Alexander von Lykopolis (Anfang 4. Jahrhundert), Apollonius von Lykopolis, Meletius von Lykopolis († 325), Plusanius von Lykopolis und Constantine von Lykopolis. In der Folgezeit gibt es nur noch wenig Aufzeichnungen zu den hiesigen Bischöfen.
Der Großraum Asyut wird von zahlreichen Klöstern überzogen. Der arabische Historiker al-Maqrizi (1364 – 1442) zählte zu beiden Seiten des Nils 360 Klöster, Abu Salih der Armenier (eigentlich Abū al-Makārim) benennt 60 Kirchen und sechs Klöster in oder bei Asyut. Auf dem Gräberberg von Asyut lassen sich heute noch die Ruinen zweier Klöster ausmachen. In der näheren und weiteren Entfernung zu Asyut gibt es heute noch zahlreiche Kirchen und Klöster, so die Klöster Deir Abū Bifām, Deir Abū Isḥāq, Deir Abū Maqrūfa, Deir Abū Mūshā, Deir el-ʿAwana, Deir el-Balāyza, Deir el-ʿIẓām, Deir el-Ǧabrawī, Deir el-Malāk Mīchāʾīl, Deir el-Muḥarraq, Deir el-Muṭṭin, Deir en-Naṣārā, Deir Buqṭur Schū, das Nonnenkloster Deir Durunka, Deir el-Muʿallaq (Deir Mār Mīnā), Deir Rīfā (Deir Rifeh) und Deir Tāsā.
Aus islamischer Zeit gibt es nur wenige Informationen, sie sind erst ab dem Ende der Mameluckenzeit verfügbar. Unter dem Pascha ʿAlī Bey fand hier 1769/ 1770 AD eine Revolte statt.
In der gesamten Zeit war die Stadt ein blühendes Zentrum für Handel, Landwirtschaft und Handwerk (siehe Handwerk und Wirtschaft).
Asyut brachte auch mehrere arabische Gelehrte aus der Familie der al-Asyūṭī hervor, der bedeutendste war Ǧalāl ad-Dīn al-Asyūṭī (gestorben 1505 AD).
Mit der Errichtung des Staudamms 1902 und der Anlage des Ibrāhīmīya-Kanals (arabisch: الترعة الإبراهيمية, at-Turʿa al-ibrāhīmīya) wurde der großindustrielle Baumwollanbau möglich. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde hier die Missionsarbeit der Amerikanisch-presbyterianischen Kirche verstärkt.
Seit dem Ende der 1970er Jahre entwickelte sie die Universität Asyut zum Zentrum der el-Ǧamaʿa el-islamīya, die sich eine islamische Republik als Staatsform Ägyptens zum Ziel setzte. Sie wurde bis zur Ermordung Anwar es-Sadats am 6. Oktober 1981, an dem sie und der Islamische Jihad beteiligt waren, toleriert. In der Woche nach Sadats Ermordung stürmten Islamisten Polizeistationen in Asyut und Kairo. Allein in Asyut kamen 55 Menschen ums Leben.
Die Attacken flammten Anfang der 1990er Jahre erneut auf. Die el-Ǧamaʿa el-islamīya erklärte 1992 der Regierung Hosni Mubaraks den Krieg. Nach mehreren Attacken wurden Mitglieder der Gruppierung Ende 1992, Anfang 1993 in mehreren Wellen verhaftet, zahlreiche Mitglieder wurden zum Tode verurteilt. Die Anschläge wurden auch 1993 bis 1997 fortgesetzt. Zu den Opfern gehören Kopten, ägyptische Offiziere und ausländische Touristen. Prominentestes Opfer wird am 14. Oktober 1994 der Literaturnobelpreisträger Nagib Mahfuz. Trauriger Höhepunkt war das Massaker an 58 Touristen in Luxor am 17. November 1997.
In den 1990er Jahren nutzen Anhänger der el-Ǧamaʿa el-islamīya das auf einer Insel gelegene und 10 km von Asyut entfernte Dorf en-Nacheila als Unterschlupf. Am 1. März 2004 wurde hier der Drogen- und Waffenhändler Izzat Hanafi von ägyptischen Sicherheitskräften nach mehrtägigen Kämpfen festgenommen. An ihm und seinem Bruder wurde am 20. Juni 2006 das Todesurteil vollstreckt. Eine Zusammenarbeit mit der el-Ǧamaʿa el-islamīya ist aber nicht belegt.
Als Folge dieser Anschläge wurde der Tourismus in den Gouvernements Asyut und el-Minyā Mitte der 1990er Jahre bis 1999 ausgesetzt, danach ist er nur unter polizeilicher Präsenz möglich, die aber in den letzten Jahren wieder deutlich verringert wurde.
[Bearbeiten] Forschungsgeschichte
Die Forschungsgeschichte reicht zwar etwa 300 Jahre zurück. Das Gebiet von Asyut ist jedoch niemals systematisch untersucht worden. Die Untersuchungen betrafen fast ausschließlich die Gräber im Westen der Stadt. Die Grabfassaden und Türlaibungen aller Gräber sind heute nun aber völlig zerstört: sie wurden Opfer von Steinbruch.
Insofern stellt die Dokumentation der Napoléonischen Expedition von 1799 eine der wichtigsten Quellen dar. Allerdings sind die Inschriften zum Teil gar nicht oder fehlerhaft kopiert worden.
Erneute Ausgrabungen wurden in den 1880er Jahren von Francis Llewellyn Griffith für den Egypt Exploration Fund und zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Émile Gaston Chassinat und Henri Amédée Charles Palanque bzw. in den 1930er Jahren von Jean Pierre Marie Montet für das Institut français d’archéologie orientale vorgenommen. Zwischenzeitlich gab es auch Erkundungen durch David George Hogarth, Ernesto Schiaparelli und Ahmed Kamal, die aber nur teilweise veröffentlicht wurden.
Seit den 1960er Jahren bis Anfang der 2000er Jahre war das Areal von Istabl Antar militärisches Sperrgebiet, so dass sich Untersuchungen sehr erschwerten. Ab 1987 erfolgte eine fotografische Aufnahme der Gräber durch Donald B. Spanel. Ab 2003 wird die Nekropole erneut in einem Gemeinschaftsprojekt der Universitäten Sohag, Münster und Mainz untersucht.
In den letzten Jahren unternimmt der ägyptische Antikendienst Anstrengungen, um wichtige Gebäude der Altstadt wie Moscheen und Karawanserein zu renovieren und einer wissenschaftlichen Analyse zu unterziehen.
[Bearbeiten] Handwerk und Wirtschaft
In der gesamten Zeit war die Stadt ein blühendes Zentrum für Handel, Landwirtschaft und Handwerk. Zu den landwirtschaftlichen Erzeugnissen zählten Getreide, Datteln, Quitten, und Gemüse. Zu den Handwerkserzeugnissen zählten Webartikel aus Wolle, Baumwolle und Leinen sowie Teppiche. Materialien zum Färben wie Alaun und Indigo erhielt man aus den nahe gelegenen Oasen. Weitere Erzeugnisse des hiesigen Handwerks waren Silberschmuck, Töpferwaren, Leder und Einlege-Holzarbeiten. Auch wenn das Handwerk stark zurückgegangen ist, so besteht es doch noch heute.
Ein reger Warenaustausch war durch die direkte Anbindung in den Sudan über den Darb al-Arba'īn möglich. Die jährlichen Karawanen mit 1500 Kamelen brachten Sklaven, Elfenbein, Straußenfedern und andere Produkte aus dem Sudan im Austausch zu Produkten Ägyptens und seiner Nachbarländer. Heutzutage gibt es einen derartigen Austausch so gut wie gar nicht mehr. Um den Handel zu unterstützen, besaß Asyut zahlreiche Basare und Karawansereien. So beschreibt auch der Reisende Ibn Battuta das Asyut der Mameluckenzeit (14. Jahrhundert) als großartige Stadt mit wundervollen Märkten.
1902 wurde der Staudamm von Asyut fertig gestellt. Er reguliert u.a. die Wasserzufuhr zum Ibrāhīmīya-Kanal, der über eine Länge von 320 km die Felder in den Gouvernements Asyut, el-Minyā und Beni Suef bewässert, was die Grundlage für den Anbau von Baumwolle insbesondere in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts darstellte. Seit den 1980er-Jahren wird der Staudamm auch zur Energiegewinnung aus Wasserkraft eingesetzt.
Wichtig für die heutige Wirtschaft sind der Kalksteinabbau auf dem Ostufer nördlich von Asyut und die hiesige Zementfabrik CEMEX.
Seit Mitte der 2010er Jahre wird versucht, den Tourismus wieder zu etablieren. Die Voraussetzungen dafür sind vorhanden, es bleibt aber ein schwieriges Unterfangen, nachdem der Tourismus wegen islamischer Anschläge bis 1999 ganz zum Erliegen kam.
[Bearbeiten] Anreise
Der Bahnhof, der Busbahnhof und der Sammeltaxi-Stand liegen nahe beieinander.
[Bearbeiten] Bahn
Asyūṭ kann man mit der Bahn von Kairo oder Luxor aus erreichen (Fahrzeiten siehe dort). Die Fahrtzeiten der Schnellzüge von Kairo aus betragen ca. fünf Stunden.
[Bearbeiten] Bus
Asyūṭ kann man mit Bussen von Upper Egypt Travel aus erreichen, z.B. Abfahrt um 08:00 Uhr in Kairo, ʿAbūd (arabisch: عبود) in Schubra el-Cheima. Die Fahrzeit beträgt ca. sieben Stunden, das Ticket kostet zwischen LE 21 – 26.
Die Busse benutzen für ihre Fahrt die Wüstenautobahn. Auf etwa halber Strecke nach Minya halten sie an einer Raststätte. Nach ca. 5,5 Stunden erreichen sie Dairūt und fahren nun im Fruchtland über el-Qūsīya und Manfalūt nach Asyūṭ.
Weitere Busse gibt es zweistündlich von und nach el-Minyā und zweimal morgens nach Alexandria.
Von Asyūṭ aus fahren Busse nach el-Chārga um 11:00, 13:00, 15:00, 17:00 und 20:00 Uhr (die Busse um 11:00 und 20:00 fahren bis nach ed-Dāchla weiter). Das Ticket nach el-Chārga kostet ca. LE 10, das nach ed-Dāchla ca. LE 20.
[Bearbeiten] Flug
Asyūṭ (ATZ) verfügt über einen Flughafen, den Inlandflüge von Kairo aus anfliegen.
[Bearbeiten] Mobilität
In der Stadt werden Sie möglicherweise von Polizisten begleitet.
Den Nil kann man in Asyut an zwei Stellen überqueren. Dies ist zum einen im Norden der Stadt der Staudamm, zum anderen gibt es südlich von Asyut eine Nilbrücke.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Wahrzeichen der Stadt
Das Wahrzeichen der Stadt ist das Krieg-und-Frieden-Denkmal auf dem gleichnamigen Platz unmittelbar südlich der Brücke über den Ibrahimīya-Kanal. Es erinnert an den Sieg über die Franzosen 1799, der alljährlich am 19. April gefeiert wird.
[Bearbeiten] Basarviertel el-Qaṣrīya
Südwestlich des Bahnhofs erstreckt sich das Basarviertel el-Qaṣrīya. Das aus dem Mittelalter stammende Viertel kündet noch heute vom lebhaften Handel der Stadt.
Zeugnisse des Handels sind Karawansereien. Die Waren wie Gewürze, Leinen und Textilien wurden hier gehandelt. Sie stammten aus allen Teilen der arabischen Welt wie den Sudan, Saudi-Arabien, Jemen und Libyen. Mit der Zeit entstanden wohlhabende Handelsagenturen wie z.B. die des Lutfi Muhammad el-Gawāt (arabisch: لطفي محمد الجوات). Zu den bedeutenden Karawansereien gehören die Wikala Lutfi und die Wikala Schalabi.
Die Restauration der Wikala Schalabi (arabisch: وكالة شلبي الأثرية, Wikāla Schalabī al-athrīya, 27° 10' 38" N 31° 10' 46" O) wurde 2008 abgeschlossen. Die 300 Jahre alte osmanische Karawanserei betritt man durch einen massiven Eingang. Sie besteht aus zwei Etagen. Die erste Etage verfügt über 17 Speicherräume mit einer Kuppeldecke und einem mit Ziegeln gepflasterten Fußboden. Die Räume dienen der Aufbewahrung der Handelsgüter. Die zweite Etage besitzt entsprechend 17 Unterkunftsräume, die über Ziegelfußböden und Palmenholzbalkendecken verfügen. Über dem Eingang befindet sich eine „Suite“. In der Mitte der Karawanserei befindet sich der Haupthof, auf dem die Lasttiere gehalten wurden. Begrenzt wird der Hof durch zehn Säulen aus schwarzen Ziegeln, die sich in die zweite Etage fortsetzen und dort einen Umgang zu den Unterkünften begrenzen.
Zu den sehenswerten Moscheen gehören die Moschee des Wissenschaftlers Ǧalāl ad-Dīn as-Suyūṭī, die el-Mudschāḥidīn-Moschee und die Omaiyyaden-Moschee.
Die Moschee des Ǧalāl ad-Dīn al-Asyūṭī (arabisch: مسجد شيخ جلال الدين الأسيوطي, Masǧid Schaich Ǧalāl ad-Dīn al-Asyūṭī, 27° 10' 36" N 31° 10' 48" O) befindet sich in derselben Basarstraße wie die Wikala Schalabi. Das Gebäude besitzt ein quadratisches Minarett, die eigentliche Moschee und eine Koranschule. In der Moschee ist Ǧalāl ad-Dīn al-Asyūṭī (849 – 911 AH [1505 AD]) auch bestattet.
Das Bad Hammam Sabit (arabisch: حمام ثابت) befindet sich neben der al-Asyūṭī-Moschee.
Die osmanische el-Mudschāḥidīn-Moschee (arabisch: مسجد المجاهدين, Masǧid al-Muǧāhidīn, 27° 10' 34" N 31° 10' 37" O) befindet sich nahe der Straße des 26. Juli westlich der beschriebenen Basarstraße. Sie wurde 1120 AH (1806 AD) vom Mohammed Bek (Pascha), Befehlshaber der Palastgarde des Sultans, errichtet. Sie wurde auf einem Hügel angelegt, und so „schwebt“ sie über dem Straßenniveau. Sie verfügt über ein 25 m hohes Minarett in fünf Etagen im mameluckischen Stil, die unteren beiden Etagen haben einen quadratischen Grindriss, die beiden folgenden einen achteckigen, die oberste einen runden. Der Eingang ist mit schwarzen Ziegeln eingefasst und schließt mit einem Halbbogen ab. Auf dem halbrunden Türsturz befindet sich die Bauinschrift, die von einem ornamentalen Muster eingefasst ist. Die zweiflügelige Holztür gibt den Blick auf den etwa quadratische Innenraum (12 × 15 m) frei, der über zwölf Holzsäulen verfügt, die eine Holzdecke tragen und in deren Mitte sich ein Lichtdom (arabisch: شخشخة, Schuchscheicha) befindet. Die Wände besitzen Gitterfenster, die sich mit Holzflügeln verschließen lassen. Über diesen befinden sich kleinere farbige Fenster (arabisch: قمرية, Qamrīya, „Oberlicht, wörtlich Mondfenster“). Die Wände schmückt zudem ein Holzbalkenband mit einem Poem des Propheten Muhammad. Zur linken findet man den Mihrab, die Gebetsnische, die mit zwei Marmorsäulen eingefasst ist und dessen Oberteil ein schwarz-weißes Ornament besitzt. Daneben befindet sich der hölzerne Minbar, die Kanzel. An der Rückseite des Raumes befindet sich ein alter Brunnen, dessen Wasser mit einem Wasserrad gefördert wird. Unmittelbar neben der Moschee befindet sich das Grab des Scheichs ʿUmrān (arabisch: شيخ عمران).
Zu den Sehenswürdigkeiten zählt auch das Islamische Institut Fuads I. für Recht und Islamwissenschaften (arabisch: معهد فؤاد الأول الديني, Maʿhad Fuʿād al-awal ad-dīnī), dessen Grundsteinlegung 1928 stattfand und das sich unmittelbar am Nilufer in der Sh. el-Thawra befindet. Zudem lohnt ein Besuch des el-Magdub-Friedhofs (arabisch: جبانة المجذوب, Ǧabbānat al-maǧḏūb).
[Bearbeiten] Kirchen
In der Altstadt gibt es zudem zahlreiche koptische Kirchen, z.B. Kirche des Saint Apater.
[Bearbeiten] Kolonialzeitliche Bauten
Der Anbau von Baumwolle, insbesondere nach der Inbetriebnahme des Ibrahimīya-Kanals, ließ einige christliche Landbesitzer zu unermesslichen Reichtum kommen. Sichtbarer Beweis sind mehrere Paläste und Villen, wie sie noch heute entlang des Kanals und Nils besichtigt werden können.
[Bearbeiten] Wasserbauten
Bereits seit 1843 lagen Pläne vor, ein Staudammsystem zur Regulierung des Nils zu errichten. Begonnen wurde mit Staudämmen im Norden von Kairo im Nildelta. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde das System um verschiedene Staudämme in Mittel- und Oberägypten erweitert. Dies sind 1902 die Staudämme von Asyut und Assuan, 1909 der Staudamm von Esna und 1930 der Staudamm von Nag Hammadi.
Der Staudamm von Asyut (Asyut Barrage, arabisch: قناطر أسيوط, Qanāṭir Asyūṭ, 27° 12' 10" N 31° 11' 28" O) hat die Aufgabe, den Ibrahimīya-Kanal zu regulieren, der auf einer Länge von 320 km die Bewässerung für die Gouvernements Asyut, al-Minya und Beni Suef sicherstellen soll. Er wurde in der Zeit von 1898 bis 1902 nach einem Entwurf von Sir William Willcocks (1852 – 1932) und nach Plänen von Sir Benjamin Baker (1840 – 1907) und Sir William Edmund Garstin (1849 – 1925) durch die Firma John Aird & Co. errichtet. Er ist 833 m lang, 12,5 m hoch und verfügt über 13 Abschnitte mit 111 Öffnungen, die sich mit Eisentoren verschließen lassen. Auf seiner Westseite verfügt er über eine Schiffsschleuse. Über den Damm verläuft eine wichtige Straße zum östlichen Nilufer.
[Bearbeiten] Museen
Das wichtigste Museum der Stadt ist die archäologische Sammlung des Sayed Chaschaba in der es-Salam-Oberschule (arabisch: مدرسة السلام الحديثة المشتركة, Madrasa as-salām al-ḥadītha al-muschtarika, 27° 11' 38" N 31° 11' 9" O). Der Mäzen und Kunstliebhaber Chaschaba finanzierte um die Wende zum 20. Jahrhundert mehrere Ausgrabungen in Asyut und Umgebung. Die Schule wurde 1865 für schottische Schüler errichtet und vom Amerikaner Rush Taggat finanziert. Die Schule besteht aus einem großen Sportplatz, an dessen westlichem Ende sich das erste Schulgebäude, die Alexander Hall, befindet. 1934 wurde im Südwesten das zweite Gebäude, die Taggat Library, vollendet. In diesem Gebäude befindet sich das Museum, das von Mr. Ra'uf gemanagt wird. Das Museum besteht aus zwei Räumen, in denen in zwanzig Schaukästen ca. 600 Objekten ausgestellt sind. Im zentralen Raum findet man prähistorische Keramik, Totenstelen, Kanopenkrüge, eine Statue des Horus, eine Holzstatue des Ptah-Sokar-Osiris (500 v. Chr.), Keramik aus dem Mittleren Reich, Grabkegel, Glas und Keramik aus griechisch-römischer und koptischer Zeit sowie Totenstelen aus dem 9. und 18. nachchristlichen Jahrhundert. Die altägyptische Grabausstattung stammt zum Teil aus den Grabungen des William M. Flinders Petrie in Deir Rīfā (Deir Rifeh). Im linken Nachbarraum findet man koptische Inschriften, arabische Waffen, eine jüdische Torarolle, mumifizierte Tiere wie Ibisse, Katzen und Hunde als auch mumifizierte Fische aus koptischer Zeit, weiterhin den Sarg und die Mumie der Hathor-mut-hotep aus saitischer Zeit (26. Dynastie) aus Achmim sowie einen Holzsarg samt Mumie aus Meir aus der 1. Zwischenzeit. Weiterhin sind griechisch-römische Münzen und koptische Textilien ausgestellt. Aus dem Sudan stammen Pfeifen, Hocker, Musikinstrumente, Speere und Schilde. In die islamische Zeit gehören Keramik, Bücher wie der Qur'an und Hymnenbücher. Eine Besonderheit sind die hier ausgestellten indischen Statuen.
Handwerksaustellungen findet man in der el-Gumhuriya- und in der Port-Said-Straße.
Der Palast des Alexan Pasha (arabisch: قصر الكسان بك, Qaṣr Aleksān Bē) wird zum Asyuter Nationalmuseum umgestaltet. Ein Termin für den Abschluss der Arbeiten ist noch nicht bekannt. Der an der Corniche gelegene Palast wurde 1910 erbaut und besitzt einen 1 Feddan (0,42 Hektar) großen Garten. Der dreigeschossige Palast verfügt im Erdgeschoss über zwei große Säle (Empfangs- und Speisesaal), das zweite Geschoss war der Familie des Paschas und das dritte den Bediensteten vorbehalten. Das Museum soll die Funde aus dem Gouvernement Asyut aufnehmen, die momentan noch magaziniert bzw. in der es-Salam-Oberschule ausgestellt sind.
[Bearbeiten] Gärten
Zum Entspannen kann man durch den Firdus-Garten (arabisch: حديقة الفردوس, Ḥadīqat al-Firdūs) wandeln, der 1988 eröffnet wurde.
[Bearbeiten] Pharaonische Stätten
Die Gaufürstengräber im Westen der Stadt auf dem Gräberberg Isṭabl ʿAntār sind (noch) nicht zugänglich. Gegenwärtig finden hier wissenschaftliche Grabungen statt.
[Bearbeiten] Aktivitäten
- Fahrt mit einer Feluke zur Nilinsel Gezirat el-Mōz (Bananen-Insel).
[Bearbeiten] Einkaufen
- Der zum Teil überdachte Basar befindet sich südwestlich des Bahnhofs in Viertel el-Qaṣrīya.
[Bearbeiten] Küche
Restaurants gibt es auch in den unten genannten Hotels.
Weitere Restaurants:
- Cafeteria Majestic am Bahnhof.
- Express Restaurant, Sh. 26 July.
- Mahtam el-Azhar Restaurant, Sh. Sa'ad Zaghlul, in Bahnhofsnähe.
- Pizza Class, Sh. 26 July.
- Sonesta, Sh. Nour, Tel.: (088) 234 2778.
[Bearbeiten] Nachtleben
[Bearbeiten] Unterkunft
[Bearbeiten] Sehr einfach
- YMCA Camp, Sh. Salah ed-Din el-Aiyubi, Tel.: (088) 232 3218.
- Youth Hostel, 503 Sh. el-Walidīya (in der Nähe des Staudamms), Tel.: (088) 232 4846.
[Bearbeiten] Einfach
- El Nahr Hotel, 41, Mohamed Aly Makaram St., Tel.: (088) 233 4175, 234 4175, Fax: (088) 234 4101, Email: moheb@ecom.eg.com, 1-Stern-Hotel mit 41 zumeist Zweibettzimmern.
- El Salam Hotel, Thabet St., Tel.: (088) 233 2256, 232 2156, 1-Stern-Hotel mit 39 Zweibettzimmern.
- Akhenaten Touristic Hotel, Mohamed Tawfik Khashaba St., Tel.: (088) 233 8181, 233 7723, Fax: (088) 233 1600, 2-Sterne-Hotel mit 49 zumeist Zweibettzimmern.
- El-Haramein, Salah Salem St.
[Bearbeiten] Mittel
- Assiutel Hotel, 146, Nile St., Tel.: (088) 231 2121/2, Fax: (088) 231 2122, Email: assiutelhotel@hotmail.com, 3-Sterne-Hotel mit 31 zumeist Zweibettzimmern.
- Badr Touristic Hotel, El Thallaga St., Tel.: (088) 232 9811/2, Fax: (088) 232 9812, 3-Sterne-Hotel mit 44 zumeist Zweibettzimmern.
- Casa Blanca Hotel, Mohamed Tawfik Khashaba St., Tel.: (088) 233 7662, 233 6662, Fax: (088) 233 8001, 3-Sterne-Hotel mit 50 zumeist Zweibettzimmern.
- Reem Touristic Hotel, Nahda St., Station Sq., Tel.: (088) 231 1421/2, Fax: (088) 231 1424, 3-Sterne-Hotel mit 37 zumeist Zweibettzimmern.
[Bearbeiten] Lernen
Die seit 1957 bestehende Universität Asyūṭ verfügt Fakultäten für Naturwissenschaften, Ingenieurwesen, Medizin, Veterinärmedizin, Pharmazie, Wirtschaftswissenschaft, Jura, Kunst, Erziehungswissenschaft und Informatik. Sie ist die drittgrößte Universität Ägyptens mit 64.000 Studenten und befindet sich im Norden der Stadt.
Gegenüber dieser Universität gibt es die 1969 gegründete Zweigstelle der el-Azhar-Universität mit den Fakultäten für islamisches Recht, Theologie, Arabistik, Medizin, Pharmazie und Naturwissenschaften. Zudem gibt es auch eine islamwissenschaftliche Fakultät für Frauen.
[Bearbeiten] Gesund bleiben
Siehe hierzu die Anmerkungen unter Ägypten.
[Bearbeiten] Wichtige Krankenhäuser
- Assiut University Hospital, Tel.: (088) 233 3158, (088) 233 8211.
[Bearbeiten] Arbeiten
[Bearbeiten] Sicherheit
Sie werden in der Stadt von Polizisten begleitet.
[Bearbeiten] Klarkommen
[Bearbeiten] Touristik-Information
Die Touristik-Information befindet sich im Regierungsgebäude el-Thaura St., Tel. und Fax: (088) 230 5110.
[Bearbeiten] Fluggesellschaften
[Bearbeiten] Post und Telekommunikation
[Bearbeiten] Telefon
Die Telefonvorwahl für Asyūṭ ist 088 bzw. 002088 von Deutschland aus. Seit 2005 sind alle Telefonnummern siebenstellig, den vormals sechsstelligen Telefonnummern wurde eine 2 vorangestellt. Mobiltelefonnummern sind hiervon nicht betroffen.
[Bearbeiten] Ausflüge
- Altägyptische Felsgräbernekropole Meir und Kloster el-Muḥarraq.
- Kloster Deir Durunka südwestlich von Asyūṭ.
- Oasen el-Chārga und ed-Dāchla
[Bearbeiten] Literatur
- Artikel in Lexika
- Beinlich, Horst : Assiut. In: Helck, Wolfgang (Hg.) : Lexikon der Ägyptologie, Bd. 1. Wiesbaden : Harrassowitz, 1975, S. 489–495.
- Spanel, Donald B. : Asyut. In: Redford, Donald B. (Hg.) : The Oxford Encyclopedia of Ancient Egypt, Bd. 1. Oxford : Oxford Univ. Press, 2001, S. 154–156.
- Steward, Randall : Asyūṭ. In: Atiya, Aziz Suryal (Hg.) : The Coptic Encyclopedia, Bd. 1. New York : Macmillan [u.a.], 1991, S. 296 f.
- Becker, C.H. : Asyūṭ. In: Gibb, Hamilton Alexander Rosskeen (Hg.) : Encyclopaedia of Islam : New Edition, Bd. 1. Leiden : Brill, 1960, S. 728 f.
- Wissenschaftliche Aufsätze
- Description de l’Égypte, Antiquités, Vol. IV, Tafeln 43–49.
- Griffith, Francis Llewellyn : The inscriptions of Siût and Dêr Rîfeh. London : Trübner, 1889.
- Chassinat, Émile ; Palanque, Charles : Une campagne de fouilles dans la nécropole d’Assiout. Le Caire : Impr. de l’IFAO, 1911, (MIFAO ; 24).
- Montet, Pierre : Les tombeaux de Siout et de Deir Rifeh, in: Kêmi, Band 1 (1928), S. 53–68, 4 Tafeln; Band 3 (1930), S. 45–111, 9 Tafeln; Band 6 (1936), S. 131–163, 5 Tafeln.
- Edel, Elmar : Die Inschriften der Grabfronten der Siut-Gräber in Mittelägypten aus der Herakleopolitenzeit : Eine Wiederherstellung nach den Zeichnungen der Description de l’Égypte. Opladen : Westdt. Verl., 1984, (Abhandlungen der Rheinisch-Westfälischen Akademie der Wissenschaften; 71).
- Spanel, Donald B. : The Herakleopolitan Tombs of Kheti I, Jt(.j)jb(.j), and Kheti II at Asyut. In: Orientalia <Roma, N.S.>, Bd. 58 (1989), S. 301–314, Tafeln VI–XIII.
- Populärwissenschaftliche Aufsätze
- Kahl, Jochem ; Verhoeven, Ursula : Die „Wächter-Stadt“ : Assiut – eine Stadt und ihre Nekropole in Mittelägypten gewähren wieder Einblicke. In: Antike Welt, Bd. 37,4 (2006), S. 65–72.
[Bearbeiten] Weblinks
- Die Grabung in Assiut/Mittelägypten - “The Asyut Project” (Universität Mainz)
- Palatial museum for Assiut, Bericht der Al-Ahram Weekly vom 19. Juni 2008 (in Englisch).
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ World Gazetteer: Ägypten: Die wichtigsten Orte mit Statistiken zur ihrer Bevölkerung
- ↑ Diana Magee: Asyūt to the End of the Middle Kingdom: A Historical and Cultural Study, Dissertation, Universität Oxford, 1988.

