Altbayern
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Altbayern, auch Altbaiern, ist der Südostteil des Freistaats Bayern und umfasst im wesentlichen die Regierungsbezirke Oberbayern, Niederbayern und Oberpfalz
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[Bearbeiten] Regionen

[Bearbeiten] Orte
touristisch bedeutende Städte sind:
- Amberg - Historische Altstadt der ehemaligen Hauptstadt der oberen Pfalz.
- Bad Reichenhall - Kurstadt
- Bad Tölz, Kurort im Isarwinkel;
- Bad Wiessee, eleganter Kurort am Tegernsee;
- Berchtesgaden, Ferienort in den Berchtesgadener Alpen mit dem Nationalpark Berchtesgaden;
- Burghausen (421 m) historische Altstadt im Inn-Salzach-Stil, längste Burg Europas;
- Dachau mit Schloss und Schlosspark
- Deggendorf - das Tor zum Bayerischen Wald
- Eichstätt im Naturpark Altmühltal.
- Freising Dom;
- Garmisch-Partenkirchen, eines der wichtigsten Tourismuszentren in den bayrischen Alpen.
- Ingolstadt - historische Altstadt und Festungsbauten;
- Landshut - Hauptstadt von Niederbayern
- München, die Landeshauptstadt
- Oberammergau, Tourismusgemeinde, Lüftlmalerei und weltweit bekannter Passionsspielort.
- Passau - die Dreiflüssestadt an Donau, Inn und Ilz
- Regensburg - Seit 2006 Weltkulturerbe und Regierungssitz der Oberpfalz;
- Straubing - Stadt im Gäuboden mit dem zweitgrößten Volksfest Bayerns
- Tegernsee (Stadt) (747 m), heilklimatischer Kurort und Tourismuszentrum;
- Zwiesel - die Glasstadt
[Bearbeiten] Weitere Ziele
[Bearbeiten] Hintergrund
Die Einwohner Altbayerns sind die klassischen Bajuwaren mit bayrischer Mundart. Die Region entspricht dem ehemaligen Kufürstentum Bayern und wird von vielen Nichtbayern mit dem heutigen politischen Freistaat Bayern verwechselt, zu dem jedoch noch die nichtbajuwarischen Regierungsbezirke Frankens und Schwaben hinzugehören.
Mit der Bezeichnung bayrisch (ohne e) unterscheiden sich die altbayrischen Bayern vom bayerischen (mit e), das auch die Franken und Schwaben im politischen Bayern miteinschließt.
Zum Begriff Ostbayern: Kein Einheimischer wird Ihnen sagen er sei aus Ostbayern. Man identifiziert sich mehr mit der Oberpfalz, Niederbayern oder dem Woid. Der Betriff wird eigentlich nur touristisch vermarktet. Inzwischen geht man aber wieder dazu über, z.B. den Bayerischen Wald eigenständig zu bewerben.
[Bearbeiten] Brauchtum
[Bearbeiten] Leonhardifahrt
Die Leonhardifahrt, auch Leonhardiritt ist eine Prozession zu Pferde oder mit dem Pferdegespann.
Der 6. November ist der Patronatstag des Heiligen Leonhard, er lebte im 6. Jahrhundert als Abt von Noblac bei Limoges in Südfrankreich. Der Heilige war der Schutzpatron der Gefangenen und wurde mit Ketten abgebildet. In Bayern und Österreich wurden die Ketten als Viehketten gedeutet und der Heilige daher seit dem Mittelalter auch als Schutzpatron des Nutzviehs verehrt. Im Zeitraum um den Gedenktag des Heiligen werden seither vielerorts Tiersegnungen vorgenommen, begleitet von Prozessionen oder traditionellen Umritten zu Pferd.
Die bekanntesten Veranstaltungen in Bayern finden z.Bsp. in Benediktbeuern, Grafing und Furth im Wald statt.
Der größte Umzug findet in Bad Tölz mit ca. 200 alten Truhenwagen und 10.000 Schaulustigen statt, der älteste Leonhardiritt ist für Wildbad Kreuth am Tegernsee seit dem Jahre 1442 verbürgt.
Leonhardiritt bei wikipedia.
[Bearbeiten] Georgiritt
Der Georgiritt, auch Georgsritt, ist ein Umzug oder Wallfahrt, ebenfalls mit oder zu Pferde. Der Patronatstag des Heiligen Georg ist der 23. April, die Umzüge finden daher meistens im Frühjahr, oft zu Ostern als ein Osterritt statt.
Der heilige Georg ist ein im Mittelalter bei der Landbevölkerung beliebter Heiliger, der zu den vierzehn Nothelfern zählt. Er ist der legendäre Drachentöter, der den bösen Drachen, das Sinnbild für den Teufel, hoch zu Ross und in weißer Rüstung mit der Lanze tötet. Der heilige Georg war somit der Pferdepatron, und musste sich diese Stellung erst ab dem 13. Jahrhundert mit dem heiligen Leonhard (eher ein Universalist für das Nutzvieh als Ganzes) teilen.
Mit der Mechanisierung der Landwirtschaft zu Anfang und Mitte des letzten Jahrhunderts gab es auch immer weniger Pferde auf den Bauernhöfen, viele Georgiritte fanden nicht mehr statt. Bei einigen in der Neuzeit von Pferdesportlern und Pferdevereinen wiederbelebten Georgiritten ist bei dem Wort Tradition daher ein Fragezeichen hinten anzustellen.
Intensiv gepflegt wird der Brauch im Chiemgau: der größte Georgiritt ist der in Traunstein am Ostermontag mit einer Tradition bis in das Jahr 1492. Weitere bekannte Umzüge sind der Irgnritt in Ruhpolding (immer am 1. Sonntag im September), der von Stein an der Traun (Ortsteil der Stadt Traunreut) nach St.Georgen (am zweiten Sonntag im April, mit über 300 Jahre alten Tradition) und der in Tittmoning.
Georgiritt bei wikipedia.
[Bearbeiten] Perchten
In den Rauhnächten, das sind die längsten Winternächte von Anfang Dezember bis zu den Nächten um den Jahreswechsel, gehen in vielen alpenländischen Orten die Perchten um: Die Gestalten sollen mit schrecklichen Masken, viel Schellengeläute und Lärm und Tänzen die Häuser schützen und den Winter austreiben. Die wilden Figuren der lärmende Meute selbst gelten als Glücksboten, unter den Masken verstecken sich die unverheirateten Burschen des Ortes.
Die Tradition der Perchten lässt sich auf archaisches Brauchtum zurückführen, der "heidnische Mummenschanz" wurde von der Kirche bis zur Säkularisation lange unterdrückt und erfährt in der Neuzeit eine Wiederbelebung. Eine Deutung des Namensursprungs ist die Sagengestalt der Frau Perchta, die für Faulheit bestraft und für Fleiß belohnt.
Beispiele für Figuren in den Perchtenläufen sind:
- Frau Percht hat eine Doppelmaske mit vorne einen Teufel und hinten einer schöne Frau auf, sie symbolisiert die Gegensätze des Lebens;
- Die Buttnmandl, das sind in Stroh eingebundene Männer;
- Die Schönperschten sind Musiker mit menschlichen Gesichtern;
- Die Habergoaß ist eine Dämonengestalt in Form einer Ziege mit Pferdehufen;
- Die Holzmandl sind zu Sprechgesängen tanzende Waldgeister mit Haselnussstecken;
- Die Klaubhauf hat eine Tiermaske und führt Stampftänze auf;
Die bekanntesten Perchtenläufe in Bayern sind die im Berchtesgadener Land: wie der Name schon sagt, ist hier die "Wilde Jagd" als besonders wild bekannt, so zum Beispiel die "Nonner Perchten" im Bad Reichenhaller, Stadtteil Nonn, die in Ainring und die in Laufen (Salzach). Weitere bekannte Läufe sind der in Kirchseeon bei München und im Allgäu der Sonthofener Klausenumzug. In Wolfratshausen wurden im Jahre 2008 die Perchten als zu grausig für den Christkindlmarkt verboten. Sehr weit verbreitet sind Perchten auch im anschließenden Österreich zum Beispiel in Kärnten.
Die Besucher der Perchten sollten sich bewusst sein, dass es sehr laut zugeht und dass die Perchten auch dem Zuschauer zusetzen und mit ihnen tanzen, sie aber auch erschrecken, ihnen Schnee in den Kragen stecken oder auch schon mal den Kindern die Mütze über die Nase ziehen.
Die zunehmende Anzahl von kommerziell veranstalteten Perchtenläufen vor Kaufhäusern wird von den Heimatpflegern sehr kritisch gesehen und eher als Spektakel denn als Brauchtum gewertet.
Perchten bei wikipedia.
[Bearbeiten] Krampuslauf
Mit den Perchten eng verwand ist die alpenländische Tradition des Krampuslaufs in der Advendszeit: Der Nikolaus zieht mit seinem Begleiter, dem Krampus mit Hörnern, Fell, langen Krallen an den Händen, spitzen Ohren und einer lange rote Zunge durch die Strassen. Das Brauchtum entstand im 15. Jahrhundert wird heute vielerorts wiederbelebt.
Beispiele für Krampusläufe in Altbayern sind der vom Münchner Christkindlmarkt am Marienplatz und der in Freilassing;
[Bearbeiten] Sprache
In Altbayern werden bairische Dialekte gesprochen. Sowohl der Oberpfälzer- als auch der Niederbayerische- oder Waidler-Dialekt ist für ungeübte Ohren nur schwer zu verstehen. Es soll aber auch Einheimische mit Deutschkenntnissen geben.
[Bearbeiten] Anreise
[Bearbeiten] Mobilität
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
- Kirchen
- Klöster
- Burgen
[Bearbeiten] Aktivitäten
[Bearbeiten] Küche
[Bearbeiten] Nachtleben
[Bearbeiten] Sicherheit
[Bearbeiten] Klima
[Bearbeiten] Ausflüge
- Rundfahrten mit kohlegefeuerter Dampflokomotive (Ehrenlokführerkurse, ganze Züge zum chartern) z.Bsp. um München, Tegernsee und im Vereinssitz Bayerisch Eisenstein organisiert der Bayerische Localbahn Verein e. V.: www.localbahnverein.de;
[Bearbeiten] Literatur
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
- Franz zu Sayn-Wittgenstein : Schlösser in Bayern, Residenzen und Landsitze in Altbayern und Schwaben. München : C. H. Beck, 1984 (3. Auflage), ISBN ISBN 3406095321, 329 Seiten.
[Bearbeiten] Kultur und Geschichte
- Uli Landsherr : Trachtler schee boarisch. Husum, 2008 / 09, ISBN 978-3898764131, S. 120, 120 Seiten. Impressionen von Trachtenfesten und Umzügen; ca. 19,95 €
- Sabine Reithmaier und weitere Autoren : Schäfflertanz & Perchtenlauf, Lebendige Traditionen und Bräuche in Altbayern. Süddeutsche, Oktober 2009 (1. Auflage), (Süddeutsche Zeitung Edition), ISBN 978-3-86615-729-3, 192 Seiten. 19,90 €
- Ludwig Zehetner : Basst scho!, Bd. Band 1. 2009, (Edition Vulpes), ISBN 978-3-939112-42-6, 208 Seiten. ca. 18.-€, locker geschrieben Erläuterungen zu Bedeutung und Herkunft von etwa 1000 Wörtern aus dem Altbayerischen
- Ludwig Zehetner : Basst scho!, Bd. Band 2. 2010, (Edition Vulpes), ISBN 9783939112471, 244 Seiten. ca. 19.-€, locker geschriebene Erläuterungen zu Bedeutung und Herkunft von weiteren etwa 1000 Wörtern aus dem Altbayerischen
- Wolf-Armin Freiherr von Reitzenstein : Lexikon bayerischer Ortsnamen: Herkunft und Bedeutung. Oberbayern, Niederbayern, Oberpfalz. C.H.Beck, 2006, ISBN 978-3-406-55206-9, 350 Seiten. ca. 978-3-406-55206-9

